Die Rose blüht, ich bin die fromme Biene...
1842Die Rose blüht, ich bin die fromme Biene, Die in der Blätter keuschen Busen sinkt, Und milden Tau und süßen Honig trinkt, Doch lebt ihr Glanz und bleibet ewig grüne. So singt mein tiefstes Freudenlied, Ach meine Rose blüht!
Die Rose blüht, o Sonnenschein verziehe, Daß lange noch der liebe Sommer währt, Und mir kein Sturm die süße Lust versehrt, Daß all mein Heil aus dieser Rose blühe So freut sich innig mein Gemüt, Weil meine Rose blüht!
Die Rose blüht, und lacht vor andern Rosen, Mit solcher Huld, und Liebesmildigkeit, Daß gern mein Sinn sich zu der Pflicht erbeut,
Weil alle Liebe, die erglüht, Aus Rose blüht!
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Interpretation
Das Gedicht "Die Rose blüht, ich bin die fromme Biene" von Clemens Brentano thematisiert die tiefe Verbundenheit des lyrischen Ichs mit einer geliebten Person, die als Rose symbolisiert wird. Die Rose steht für Schönheit, Reinheit und ewige Liebe, die das Herz des Sprechers erfüllt. Die Biene, die sich in die Rose begibt, symbolisiert die Sehnsucht und die Hingabe des lyrischen Ichs, das sich in die Geliebte vertieft und ihre Liebe genießt. Das Gedicht ist in drei Strophen gegliedert, die jeweils mit der Zeile "Die Rose blüht" beginnen. In der ersten Strophe beschreibt das lyrische Ich die innige Verbindung zur Rose, die es als fromme Biene besucht. Es trinkt den Honig und das Tau, die für die Süße und Reinheit der Liebe stehen. Die Rose bleibt ewig grün, was die Beständigkeit und Unvergänglichkeit der Liebe ausdrückt. In der zweiten Strophe bittet das lyrische Ich den Sonnenschein, sich zurückzuziehen, damit der Sommer und die Liebe lange währen. Es fürchtet, dass ein Sturm die süße Lust zerstören könnte, und hofft, dass all sein Heil aus der Rose blüht. Die dritte Strophe zeigt die Rose als die schönste unter allen Rosen, die mit Huld und Liebesmildigkeit lächelt. Das lyrische Ich fühlt sich zu dieser Pflicht hingezogen und freut sich, weil alle Liebe, die erglüht, aus der Rose blüht.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Bildsprache
- Und mir kein Sturm die süße Lust versehrt
- Hyperbel
- Und milden Tau und süßen Honig trinkt
- Metapher
- Die Rose blüht, ich bin die fromme Biene
- Parallelismus
- Die Rose blüht, ich bin die fromme Biene... Die Rose blüht, o Sonnenschein verziehe... Die Rose blüht, und lacht vor andern Rosen
- Personifikation
- Die Rose blüht, o Sonnenschein verziehe