Die Roggenmuhme

August Kopisch

1853

Laß stehn die Blume! Geh nicht ins Korn! Die Roggenmuhme Zieht um da vorn! Bald duckt sie nieder, Bald guckt sie wieder: Sie wird die Kinder fangen, Die nach den Blumen langen!

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Interpretation

Das Gedicht "Die Roggenmuhme" von August Kopisch erzählt eine warnende Geschichte über ein mythisches Wesen, die Roggenmuhme, das in einem Kornfeld lauert. Die Roggenmuhme wird als eine Art Feldgeist oder -dämon dargestellt, der Kinder, die sich im Kornfeld aufhalten, fangen will. Das Gedicht beginnt mit einer klaren Warnung: "Laß stehn die Blume! Geh nicht ins Korn!" Diese Aufforderung soll Kinder davon abhalten, ins Kornfeld zu gehen, um Blumen zu pflücken. Die Roggenmuhme wird als eine Gestalt beschrieben, die sich im Korn versteckt und plötzlich auftaucht. "Bald duckt sie nieder, bald guckt sie wieder" vermittelt die Vorstellung, dass die Muhme sich geschickt im Feld bewegt und immer wieder auftaucht, um Kinder zu erschrecken oder zu fangen. Die Wiederholung dieser Bewegungen verstärkt die unheimliche Atmosphäre des Gedichts und lässt die Roggenmuhme als eine ständige Bedrohung erscheinen. Das Gedicht endet mit der Drohung: "Sie wird die Kinder fangen, die nach den Blumen langen!" Dies verdeutlicht die Konsequenz, wenn Kinder der Warnung nicht folgen und ins Kornfeld gehen. Die Roggenmuhme wird als eine Art Strafe für Neugier und Ungehorsam dargestellt. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine traditionelle Moralvorstellung, bei der Kinder vor den Gefahren gewarnt werden, die von mythischen Wesen ausgehen, und gleichzeitig dazu ermutigt werden, Regeln und Warnungen zu befolgen.

Schlüsselwörter

bald laß stehn blume geh korn roggenmuhme zieht

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Stilmittel

Alliteration
Bald duckt sie nieder, Bald guckt sie wieder
Anapher
Laß stehn die Blume! Geh nicht ins Korn!
Metapher
Die Roggenmuhme
Personifikation
Die Roggenmuhme Zieht um da vorn!