Die Reuige
1777Himmel, welch eine Pein sie fühlt! Sie hat so viel Tugend Immer gesprochen, daß ihr nun kein Verführer mehr naht.
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Interpretation
Das Gedicht "Die Reuige" von Heinrich von Kleist handelt von einer Frau, die ihre Tugend über alles gestellt und stets darüber gesprochen hat. Doch nun, da sie bereut, was sie getan hat, fühlt sie eine große Pein. Sie hat durch ihre ständigen Beteuerungen ihrer Tugend jeden potenziellen Verführer von sich ferngehalten. Die Reuige leidet unter dem Wissen, dass sie durch ihr eigenes Verhalten jeden potenziellen Liebhaber von sich gestoßen hat. Sie hat ihre Tugend über alles gestellt und dadurch jede Chance auf Liebe und Leidenschaft vertan. Nun bleibt ihr nur noch die Erkenntnis, dass sie durch ihre eigene Schuld allein ist und niemand mehr zu ihr kommt. Das Gedicht zeigt die Konsequenzen auf, die entstehen können, wenn man seine Tugend über alles stellt und dabei die eigenen Bedürfnisse vernachlässigt. Die Reuige leidet unter der Erkenntnis, dass sie durch ihr eigenes Verhalten jeden potenziellen Liebhaber von sich gestoßen hat. Sie hat ihre Chance auf Liebe und Leidenschaft vertan und bleibt nun allein zurück.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Hyperbel
- Himmel, welch eine Pein sie fühlt!
- Ironie
- Sie hat so viel Tugend Immer gesprochen, daß ihr nun kein Verführer mehr naht.