Die Poesie
1828Die Poesie, die Poesie, Die Poesie hat immer recht, Sie ist von höherer Natur Von übermenschlichem Geschlecht.
Und kränkt ihr sie, und drückt ihr sie, Sie schimpfet nie, sie grollet nie. Sie legt sich in das grüne Moos, Beklagend ihr poetisch Loos!
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Interpretation
Das Gedicht "Die Poesie" von Friederike Kempner verherrlicht die Poesie als etwas Edles und Überlegenes. Die Poesie wird als "von höherer Natur" und "von übermenschlichem Geschlecht" beschrieben, was ihre göttliche und erhabene Qualität unterstreicht. Sie wird als allwissend und immer recht dargestellt, was ihre Weisheit und ihre besondere Stellung in der Welt der Kunst und des Geistes betont. Die zweite Strophe verdeutlicht die Sanftmut und Nachsichtigkeit der Poesie. Selbst wenn sie gekränkt oder unterdrückt wird, reagiert sie nicht mit Zorn oder Groll. Stattdessen zieht sie sich zurück und legt sich "in das grüne Moos", um ihr "poetisch Loos" zu beklagen. Dieses Bild vermittelt eine Vorstellung von der Poesie als etwas Sanftes und Verletzliches, das leidet, aber nicht zurückschlägt. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine tiefe Verehrung für die Poesie und ihre einzigartige Stellung in der menschlichen Kultur. Es betont ihre erhabene Natur, ihre Weisheit und ihre Sanftmut, selbst in Zeiten der Unterdrückung. Die Poesie wird als etwas Göttliches und Unantastbares dargestellt, das trotz aller Widrigkeiten seine Würde und Schönheit bewahrt.
Schlüsselwörter
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Stilmittel
- Anapher
- Die Poesie, die Poesie
- Metapher
- Sie legt sich in das grüne Moos
- Personifikation
- Sie schimpfet nie, sie grollet nie