Die Nymphe des Mains und der Wanderer

Friederike Sophie Christiane Brun

unknown

Der Wanderer

Schöne Nymphe des Mains mit den langen wallenden Locken Sag′, o Liebliche, wem eilet entgegen dein Fuß? Sage, wem schmücktest du dich mit dem Blüthen duftenden Kranze, Und wem füllte dies Horn sich mit winkender Frucht?

Die Nymphe

Meinem Geliebten entgegen, des Gotthards mächtigem Sohne, Wall′ ich, bräutlich geschmückt, bringend der Ebene Frucht. Liebend führet er mich in Bacchus purpurne Lauben, Tränkt mit der Fülle mich dort herzerquickenden Weins.

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Interpretation

Das Gedicht "Die Nymphe des Mains und der Wanderer" von Friederike Sophie Christiane Brun erzählt von einer Begegnung zwischen einem Wanderer und einer Nymphe des Flusses Main. Der Wanderer fragt die Nymphe, wem sie mit ihrem wallenden Haar und ihrem blütenreichen Kranz entgegen eilt und wessen Horn sich mit Frucht füllt. Die Nymphe antwortet, dass sie ihrem Geliebten, dem mächtigen Sohn des Gotthards, entgegenwandert. Sie ist bräutlich geschmückt und bringt die Frucht der Ebene mit. Ihr Geliebter führt sie liebend in die purpurnen Lauben des Bacchus und tränkt sie dort mit herzerquickendem Wein. Das Gedicht thematisiert die Liebe zwischen der Nymphe und ihrem göttlichen Geliebten sowie die Fruchtbarkeit und den Reichtum, den sie gemeinsam genießen. Es vermittelt eine idyllische und sinnliche Stimmung durch die Beschreibung der Natur und der sinnlichen Freuden.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Anapher
Schöne Nymphe des Mains mit den langen wallenden Locken Sag′, o Liebliche, wem eilet entgegen dein Fuß? Sage, wem schmücktest du dich mit dem Blüthen duftenden Kranze, Und wem füllte dies Horn sich mit winkender Frucht?
Metapher
Bacchus purpurne Lauben
Personifikation
Schöne Nymphe des Mains mit den langen wallenden Locken