Die Nacht

Alfred Lichtenstein

1914

Verträumte Polizisten watscheln bei Laternen. Zerbrochne Bettler meckern, wenn sie Leute ahnen. An manchen Ecken stottern starke Straßenbahnen, Und sanfte Autodroschken fallen zu den Sternen.

Um harte Häuser humpeln Huren hin und wieder, Die melancholisch ihren reifen Hintern schwingen. Viel Himmel liegt zertrümmert auf den herben Dingen… Wehleidge Kater schreien schmerzhaft helle Lieder.

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Illustration zu Die Nacht

Interpretation

Das Gedicht "Die Nacht" von Alfred Lichtenstein beschreibt eine nächtliche Stadtlandschaft, die von einer Vielzahl von Charakteren und Geräuschen belebt wird. Die Stimmung ist melancholisch und traurig, was durch die Verwendung von Wörtern wie "zerbrochne", "melancholisch" und "wehleidig" unterstrichen wird. Die Nacht wird als eine Zeit der Einsamkeit und des Schmerzes dargestellt, in der die Menschen und Tiere ihre eigenen Kämpfe austragen. Die erste Strophe des Gedichts beschreibt die Bewegung der Nacht. Die Polizisten watscheln bei den Laternen, die Bettler meckern, wenn sie Leute ahnen, und die Straßenbahnen stottern an manchen Ecken. Die sanften Autodroschken fallen zu den Sternen. Diese Bilder vermitteln ein Gefühl von Unruhe und Unbehagen, das die Nacht durchdringt. Die zweite Strophe des Gedichts konzentriert sich auf die Huren, die um die harten Häuser humpeln. Sie schwingen melancholisch ihre reifen Hintern, was ein Gefühl von Traurigkeit und Einsamkeit vermittelt. Der Himmel liegt zertrümmert auf den herben Dingen, was eine Metapher für die Zerstörung und den Schmerz ist, die die Nacht durchdringen. Die wehleidigen Kater schreien schmerzhaft helle Lieder, was das Gefühl von Traurigkeit und Einsamkeit noch verstärkt. Insgesamt vermittelt das Gedicht "Die Nacht" ein Gefühl von Melancholie und Traurigkeit, das die Nacht durchdringt. Die Bilder und Metaphern, die verwendet werden, vermitteln ein Gefühl von Einsamkeit und Schmerz, das die Nacht durchdringt. Das Gedicht ist eine eindringliche Beschreibung der nächtlichen Stadtlandschaft und der Menschen und Tiere, die sie bewohnen.

Schlüsselwörter

verträumte polizisten watscheln laternen zerbrochne bettler meckern leute

Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
Wehleidge Kater schreien schmerzhaft helle Lieder
Bildsprache
sanfte Autodroschken fallen zu den Sternen
Metapher
Viel Himmel liegt zertrümmert auf den herben Dingen
Onomatopoesie
stottern starke Straßenbahnen
Personifikation
melancholisch ihren reifen Hintern schwingen