Die Nachfolge Christi
1471Es ist ein schlechtes Ding, dahin mit Christus gehen, Wo Wein an Wassers stat muß in den Krügen stehen; Wo Blut an Schweisses stat von ihm zur Erde fällt, Da lob ich den alsdann, der stand bey Christus hält.
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Interpretation
Das Gedicht "Die Nachfolge Christi" von Friedrich Freiherr von Logau beschäftigt sich mit der Nachfolge Jesu Christi und den damit verbundenen Schwierigkeiten und Opfern. Es thematisiert den Kontrast zwischen den verlockenden, weltlichen Annehmlichkeiten und den harten, leidvollen Pfaden, die ein wahrer Nachfolger Christi beschreiten muss. Der erste Vers verdeutlicht, dass es ein "schlechtes Ding" ist, mit Christus zu gehen, wenn man die Annehmlichkeiten des Lebens gewohnt ist. Die Verwandlung von Wein in Wasser symbolisiert die Entbehrungen und Entsagungen, die ein Nachfolger Christi auf sich nehmen muss. Es geht nicht mehr um Genuss und Vergnügen, sondern um Verzicht und Hingabe. Der zweite Vers beschreibt die Leiden, die Christus am Kreuz erdulden musste. Anstelle von Schweiß fällt Blut zur Erde. Dieses Bild steht für das ultimative Opfer, das Christus für die Menschheit gebracht hat. Ein wahrer Nachfolger Christi muss bereit sein, ebenfalls Leid und Opfer auf sich zu nehmen. Der letzte Vers preist jene, die trotz aller Schwierigkeiten und Entbehrungen bei Christus bleiben. Es ist ein Lob auf die Standhaftigkeit und Treue derer, die den beschwerlichen Weg der Nachfolge Christi wählen. Das Gedicht ermutigt dazu, den einfachen, bequemen Weg zu verlassen und sich bewusst für das Leid und die Entsagung zu entscheiden, um ein wahrer Nachfolger Christi zu sein.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Bildsprache
- Wo Blut an Schweisses stat von ihm zur Erde fällt
- Metapher
- Wo Wein an Wassers stat muß in den Krügen stehen
- Parallelismus
- Es ist ein schlechtes Ding, dahin mit Christus gehen