Die Nachbarskinder

Wilhelm Busch

1943

Wer andern gar zu wenig traut, hat Angst an allen Ecken; wer gar zu viel auf andre baut, erwacht mit Schrecken.

Er trennt sie nur ein leichter Zaun, die beiden Sorgengründer; zu wenig und zu viel Vertraun sind Nachbarskinder.

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Interpretation

Das Gedicht "Die Nachbarskinder" von Wilhelm Busch handelt von der Balance zwischen Misstrauen und übermäßigem Vertrauen. Es beginnt mit der Aussage, dass wer anderen zu wenig traut, an allen Ecken Angst hat, während jemand, der zu viel auf andere baut, mit Schrecken erwacht. Dies deutet darauf hin, dass beide Extreme problematisch sind. Der zweite Teil des Gedichts verwendet das Bild eines leichten Zauns, der die beiden "Sorgengründer" trennt. Hier sind die "Sorgengründer" die beiden Extreme: zu wenig und zu viel Vertrauen. Beide werden als "Nachbarskinder" bezeichnet, was darauf hindeutet, dass sie eng miteinander verwandt sind und beide zu Sorgen führen können. Die Interpretation legt nahe, dass das Gedicht die Wichtigkeit eines ausgewogenen Vertrauens betont. Es warnt vor den Gefahren sowohl des übermäßigen Misstrauens als auch des blinden Vertrauens und plädiert für eine ausgewogene Haltung im Umgang mit anderen.

Schlüsselwörter

gar wenig viel andern traut angst allen ecken

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Stilmittel

Antithese
Wer andern gar zu wenig traut, hat Angst an allen Ecken; wer gar zu viel auf andre baut, erwacht mit Schrecken.
Metapher
Er trennt sie nur ein leichter Zaun, die beiden Sorgengründer
Parallelismus
Wer andern gar zu wenig traut, hat Angst an allen Ecken; wer gar zu viel auf andre baut, erwacht mit Schrecken.
Personifikation
Sind Nachbarskinder