Die Muthmassung

Salomon Gessner

1793

Wo bin ich? wie! wo schlief ich dann, Die dunkle Nacht hindurch? Hier lieg ich unter diesem Baum, Hier ich, mein Becher - - dort im Gras, Dort liegt mein Kranz, die Flöte da, Bald glaub ich, daß ich gestern hier, Im starken Rausche sank.

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Interpretation

Das Gedicht "Die Muthmassung" von Salomon Gessner handelt von einem Protagonisten, der sich nach einer durchzechten Nacht in der Natur wiederfindet. Er erwacht unter einem Baum und fragt sich, wo er sich befindet und wie er dorthin gekommen ist. Die Dunkelheit der vergangenen Nacht hat ihn verwirrt und er kann sich nicht mehr genau erinnern, was geschehen ist. In seiner Verwirrung entdeckt er seinen Becher, seinen Kranz und seine Flöte im Gras liegen. Diese Gegenstände lassen ihn vermuten, dass er sich gestern hier in der Nähe des Baumes befunden hat und dort in einem starken Rausch zusammengebrochen ist. Die Erinnerungslücken und die verstreuten Utensilien deuten auf eine wilde Nacht voller Ausschweifungen hin. Das Gedicht thematisiert die Folgen übermäßigen Alkoholkonsums und die damit einhergehende Desorientierung. Der Protagonist erwacht an einem unbekannten Ort und kann sich nicht mehr an die Ereignisse der vergangenen Nacht erinnern. Die Natur dient als Schauplatz für seine Selbstfindung und die Konfrontation mit den Konsequenzen seines Handelns.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Anapher
Wo bin ich? wie! wo schlief ich dann, Die dunkle Nacht hindurch?
Ellipsen
Hier ich, mein Becher - - dort im Gras, Dort liegt mein Kranz, die Flöte da
Metapher
Die dunkle Nacht hindurch
Rhetorische Frage
Wo bin ich? wie! wo schlief ich dann, Die dunkle Nacht hindurch?