Die Mechanik des Herzens

Johann Gottfried von Herder

1787

Ihr Weise, mit der Wissenschaft, Die Welten zu bewegen, Gebt einem matten Herzen Kraft, Ein Fünkchen neu Vermögen, Ach, einen Tropfen Lebenssaft, sich jugendneu zu regen! Ich lass′ Euch Eure Wissenschaft, Die Welten zu bewegen.

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Interpretation

Das Gedicht "Die Mechanik des Herzens" von Johann Gottfried von Herder beschäftigt sich mit der Sehnsucht nach Erneuerung und Lebenskraft. Der Sprecher richtet sich an die "Weisen mit der Wissenschaft", die in der Lage sind, Welten zu bewegen. Er bittet sie, einem müden Herzen neue Kraft zu geben, ein Fünkchen neuer Fähigkeit und einen Tropfen Lebenssaft, damit es sich jugendneu regen kann. Die Bitte um Erneuerung des Herzens steht im Kontrast zur Fähigkeit der Wissenschaft, Welten zu bewegen. Der Sprecher scheint die Wissenschaftler um Hilfe zu bitten, um sein eigenes Herz wieder zum Leben zu erwecken. Die Wiederholung der Zeile "Die Welten zu bewegen" in der letzten Strophe unterstreicht die Fähigkeit der Wissenschaftler, große Dinge zu vollbringen. Der Sprecher hingegen ist nur an seinem eigenen Herzen interessiert und lässt die Wissenschaftler ihre Welten bewegen, während er sich auf seine persönliche Erneuerung konzentriert.

Schlüsselwörter

wissenschaft welten bewegen weise gebt matten herzen kraft

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Stilmittel

Apostrophe
Ihr Weise, mit der Wissenschaft
Chiasmus
Ich lass′ Euch Eure Wissenschaft, Die Welten zu bewegen
Hyperbel
Ein Fünkchen neu Vermögen
Metapher
einen Tropfen Lebenssaft
Personifikation
sich jugendneu zu regen