Die Marquise von O ...

Heinrich von Kleist

1808

Dieser Roman ist nicht für dich, meine Tochter. In Ohnmacht! Schamlose Posse! Sie hielt, weiß ich, die Augen bloß zu.

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Interpretation

Das Gedicht "Die Marquise von O ..." von Heinrich von Kleist handelt von einer Frau namens Marquise von O, die schwanger wird, ohne zu wissen, wie es geschehen ist. Die Marquise gerät in eine schreckliche Situation, da sie unverheiratet ist und die Schwangerschaft als Schande gilt. Sie bittet die Zeitung um Hilfe und sucht den Vater des Kindes, um ihn zu heiraten und die Schande zu tilgen. Die Marquise von O wird schließlich von einem Grafen gerettet, der sich als der Vater des Kindes entpuppt. Der Graf hatte die Marquise während eines Krieges vergewaltigt und sie war in Ohnmacht gefallen. Die Marquise hatte die Augen geschlossen und nichts von der Vergewaltigung mitbekommen. Der Graf heiratet die Marquise und sie bekommen ein Kind. Das Gedicht thematisiert die Schande und die gesellschaftlichen Zwänge, denen Frauen im 19. Jahrhundert ausgesetzt waren. Es zeigt auch die Brutalität und die Gewalt, die Frauen oft erleben mussten. Die Marquise von O ist eine tragische Figur, die durch die Vergewaltigung und die Schwangerschaft in eine ausweglose Situation gerät.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Anapher
In Ohnmacht! Schamlose Posse!
Ausruf
In Ohnmacht! Schamlose Posse!
Ironie
Dieser Roman ist nicht für dich, meine Tochter.
Metaphor
Schamlose Posse
Rhetorische Frage
Sie hielt, weiß ich, die Augen bloß zu.