Die Liebe, wenn sie neu...

Angelus Silesius

1640

Die Liebe, wenn sie neu, braust wie ein junger Wein; je mehr sie alt und klar, je stiller wird sie sein.

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Interpretation

Das Gedicht "Die Liebe, wenn sie neu..." von Angelus Silesius beschreibt die Entwicklung der Liebe im Laufe der Zeit. Es vergleicht die Liebe mit Wein, um ihre verschiedenen Stadien zu verdeutlichen. In den ersten beiden Zeilen wird die junge Liebe als stürmisch und leidenschaftlich dargestellt, ähnlich wie ein junger Wein, der schäumt und braust. Dies symbolisiert die aufregende und intensive Phase am Anfang einer Beziehung, in der die Gefühle oft überwältigend sind. Die folgenden Zeilen kontrastieren dies mit der reifen Liebe. Mit den Jahren wird die Liebe "alt und klar", was auf eine gewisse Klarheit und Tiefe hindeutet, die sich mit der Zeit entwickelt. Gleichzeitig wird die Liebe "still", was auf eine ruhigere, ausgeglichenere Form der Zuneigung schließen lässt. Das Gedicht vermittelt somit die Idee, dass die Liebe im Laufe der Zeit eine Wandlung durchläuft. Von der anfänglichen Leidenschaft und Aufregung entwickelt sie sich zu einer tieferen, ruhigeren Form der Verbundenheit. Dieser Prozess wird als natürliche und positive Entwicklung dargestellt, die die Liebe reifen und beständiger macht.

Schlüsselwörter

liebe neu braust junger wein mehr alt klar

Wortwolke

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Stilmittel

Kontrast
Der Kontrast zwischen der 'neuen' Liebe, die 'braust', und der 'alten' Liebe, die 'still' wird.
Metapher
Die Liebe wird mit Wein verglichen, der neu 'braust' und mit der Zeit 'alt und klar' wird.
Personifikation
Die Liebe wird als etwas dargestellt, das 'braust' und 'still' wird, was menschliche Eigenschaften verleiht.