Die Liebe lehrt...
1842Die Liebe lehrt Mich lieblich reden, Da Lieblichkeit Mich lieben lehrte.
Arm bin ich nicht In Deinen Armen, Umarmst du mich Du süße Armut.
Wie reich bin ich In Deinem Reiche, Der Liebe Reichtum Reichst du mir.
O Lieblichkeit! O reiche Armut! Umarme mich In Liebesarmen.
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Interpretation
Das Gedicht "Die Liebe lehrt..." von Clemens Brentano handelt von der transformierenden Kraft der Liebe und wie sie den Sprecher verändert. Die Liebe lehrt ihn, lieblich zu reden, da die Lieblichkeit selbst ihn gelehrt hat, zu lieben. Dies deutet darauf hin, dass die Liebe eine wechselseitige Beziehung ist, in der beide Partner voneinander lernen und wachsen. Im zweiten und dritten Strophenabschnitt beschreibt der Sprecher, wie die Liebe ihn bereichert, obwohl er arm ist. In den Armen seiner Geliebten fühlt er sich nicht arm, sondern reich. Die Armut wird hier als süß und liebevoll dargestellt, während die Geliebte ihm den Reichtum der Liebe schenkt. Dies verdeutlicht die paradoxe Natur der Liebe, die materiellen Mangel in geistigen Reichtum verwandeln kann. Das Gedicht endet mit einem Appell an die Lieblichkeit und die reiche Armut, den Sprecher in den Armen der Liebe zu umarmen. Dies zeigt die tiefe Sehnsucht des Sprechers nach der Liebe und die Bereitschaft, sich ihr vollständig hinzugeben. Insgesamt vermittelt das Gedicht die Botschaft, dass die Liebe eine transformative Kraft ist, die den Menschen bereichert und ihm ermöglicht, über sich selbst hinauszuwachsen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- O Lieblichkeit! O reiche Armut!
- Chiasmus
- Die Liebe lehrt Mich lieblich reden, Da Lieblichkeit Mich lieben lehrte
- Metapher
- Der Liebe Reichtum Reichst du mir
- Paradox
- Umarmst du mich Du süße Armut
- Parallelismus
- Wie reich bin ich In Deinem Reiche