Die Liebe

Matthias Claudius

1815

Die Liebe hemmet nichts; sie kennt nicht Tür noch Riegel, Und dringt durch alles sich; Sie ist ohn Anbeginn, schlug ewig ihre Flügel, Und schlägt sie ewiglich.

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Illustration zu Die Liebe

Interpretation

Das Gedicht "Die Liebe" von Matthias Claudius thematisiert die unbezwingbare und ewige Natur der Liebe. Claudius stellt die Liebe als eine Kraft dar, die keine Grenzen kennt und durch nichts aufgehalten werden kann. Die Liebe wird als etwas beschrieben, das "ohne Anfang" ist und ewig ihre "Flügel schlägt", was ihre zeitlose und beständige Existenz symbolisiert. In den ersten beiden Versen verwendet Claudius die Metapher von Türen und Riegeln, um die Durchdringungskraft der Liebe zu verdeutlichen. Die Liebe wird als etwas dargestellt, das diese physischen Barrieren mühelos überwindet. Dies unterstreicht die Idee, dass die Liebe eine übernatürliche und allmächtige Kraft ist, die in der Lage ist, jede Hürde zu überwinden. Die letzten beiden Verse betonen die ewige Natur der Liebe. Claudius beschreibt die Liebe als etwas, das "ohne Anfang" ist und ewig ihre Flügel schlägt. Dies deutet darauf hin, dass die Liebe eine konstante und unaufhaltsame Kraft ist, die unabhängig von Zeit und Raum existiert. Die Wiederholung des Wortes "schlägt" in diesen Versen verstärkt die Idee der Beständigkeit und Unveränderlichkeit der Liebe. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine tiefe Verehrung für die Liebe als eine ewige und unbezwingbare Kraft. Claudius' Worte laden den Leser dazu ein, die Liebe als etwas zu betrachten, das über menschliche Kontrolle und Begrenzungen hinausgeht und eine zeitlose und beständige Präsenz in der Welt darstellt.

Schlüsselwörter

liebe hemmet kennt tür riegel dringt ohn anbeginn

Wortwolke

Wortwolke zu Die Liebe

Stilmittel

Hyperbel
Die Liebe hemmet nichts
Metapher
schlug ewig ihre Flügel, Und schlägt sie ewiglich
Personifikation
Die Liebe hemmet nichts; sie kennt nicht Tür noch Riegel, Und dringt durch alles sich