Die Krähe
1827Eine Krähe war mit mir Aus der Stadt gezogen, Ist bis heute für und für Um mein Haupt geflogen.
Krähe, wunderliches Tier, Willst mich nicht verlassen? Meinst wohl, bald als Beute hier Meinen Leib zu fassen?
Nun, es wird nicht weit mehr geh′n An dem Wanderstabe. Krähe, laß mich endlich seh′n, Treue bis zum Grabe!
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Interpretation
Das Gedicht "Die Krähe" von Wilhelm Müller handelt von einer Krähe, die den lyrischen Ich begleitet. Die Krähe begleitet das lyrische Ich seit dem Verlassen der Stadt und ist ihm treu geblieben. Das lyrische Ich fragt sich, ob die Krähe es bis zum Grab begleiten wird. Die Krähe wird als "wunderliches Tier" beschrieben, was ihre seltsame und unheimliche Natur unterstreicht. Das lyrische Ich fragt sich, ob die Krähe es als Beute fangen will, was die düstere und bedrohliche Stimmung des Gedichts verstärkt. Das lyrische Ich ist sich bewusst, dass seine Reise bald zu Ende sein wird, und bittet die Krähe, ihm treu zu bleiben, bis zum Grab. Das Gedicht endet mit der Bitte des lyrischen Ichs an die Krähe, ihm bis zum Grab treu zu bleiben. Dies unterstreicht die tiefe Verbundenheit zwischen dem lyrischen Ich und der Krähe und lässt vermuten, dass die Krähe ein Symbol für die unaufhaltsame Nähe des Todes ist.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Krähe, laß mich endlich seh′n, / Treue bis zum Grabe!
- Frage
- Krähe, wunderliches Tier, / Willst mich nicht verlassen?
- Metapher
- Ist bis heute für und für / Um mein Haupt geflogen
- Personifikation
- Krähe, wunderliches Tier, / Willst mich nicht verlassen?
- Vorausdeutung
- Meinst wohl, bald als Beute hier / Meinen Leib zu fassen?