Die kluge Wahl B.

Heinrich Christian Boie

1868

Ihr stuzt warum der junge Veit Die alte lahme Jungfer freit? Der Schönheit wegen kauft man nicht Alt Silberzeug, bloß nach Gewicht.

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Interpretation

Das Gedicht "Die kluge Wahl B." von Heinrich Christian Boie thematisiert die scheinbar ungewöhnliche Verbindung zwischen dem jungen Veit und der alten, lahmen Jungfer. Auf den ersten Blick erscheint diese Verbindung unverständlich, da Veit jung und die Jungfer alt und nicht mehr in ihrer Blüte ist. Die Frage, warum Veit sich für eine solche Partnerin entscheidet, steht im Raum und fordert eine Erklärung. Die Antwort des Gedichts liegt in der zweiten Strophe, in der Boie eine Metapher verwendet, um die Weisheit von Veits Entscheidung zu verdeutlichen. Der Vergleich mit dem Kauf von altem Silbergeschirr, das nach Gewicht und nicht nach Schönheit beurteilt wird, legt nahe, dass Veit die Jungfer nicht wegen ihres äußeren Erscheinungsbildes, sondern wegen ihres inneren Wertes und ihrer Substanz schätzt. Dies impliziert, dass die Jungfer über Eigenschaften verfügt, die weit wertvoller sind als jugendliche Schönheit. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Botschaft über die wahre Natur der Liebe und die Bedeutung von inneren Qualitäten gegenüber äußerlichen Merkmalen. Veit wird als kluger und weiser junger Mann dargestellt, der erkennt, dass wahrer Wert nicht in der Schönheit liegt, sondern in den tieferen, dauerhafteren Eigenschaften eines Menschen. Boie nutzt diese Geschichte, um den Lesern zu vermitteln, dass kluge Entscheidungen im Leben oft über den ersten Eindruck hinausgehen und auf einer tieferen, bedeutungsvolleren Ebene getroffen werden.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Ironie
Der Schönheit wegen kauft man nicht Alt Silberzeug, bloß nach Gewicht.
Metapher
Ihr stuzt warum der junge Veit Die alte lahme Jungfer freit?