Die Kinder
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Abends
Auf meinem Schoße sitzet nun Und ruht der kleine Mann; Mich schauen aus der Dämmerung Die zarten Augen an.
Er spielt nicht mehr, er ist bei mir, Will nirgend anders sein; Die kleine Seele tritt heraus Und will zu mir herein.
2
Mein Häwelmann, mein Bursche klein, Du bist des Hauses Sonnenschein, Die Vögel singen, die Kinder lachen, Wenn deine strahlenden Augen wachen.
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Interpretation
Das Gedicht "Die Kinder" von Theodor Storm beschreibt die zärtliche Beziehung zwischen einem Erwachsenen und einem Kind, vermutlich einem Sohn. In der ersten Strophe sitzt das Kind abends auf dem Schoß des Erwachsenen und schaut ihn mit seinen "zarten Augen" an. Das Kind spielt nicht mehr, sondern will bei dem Erwachsenen bleiben und zu ihm gehören. In der zweiten Strophe wird das Kind als "Häwelmann" und "Bursche klein" bezeichnet, was eine liebevolle Anrede ist. Das Kind wird als "Sonnenschein" des Hauses beschrieben, der Freude und Glück bringt. Wenn das Kind wach ist, singen die Vögel und die Kinder lachen, was die positive Ausstrahlung des Kindes verdeutlicht. Das Gedicht vermittelt eine Atmosphäre von Geborgenheit, Liebe und Zuneigung zwischen dem Erwachsenen und dem Kind. Die Sprache ist sehr bildhaft und emotional, was die tiefe Verbundenheit zwischen den beiden Personen zum Ausdruck bringt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Bildsprache
- Die zarten Augen an
- Metapher
- Du bist des Hauses Sonnenschein
- Personifikation
- Die kleine Seele tritt heraus
- Symbolik
- Sonnenschein