Die junge Mutter

Julius Karl Reinhold Sturm

1844

Spät am Abend, früh am Morgen Schafft das liebe Mütterlein. Für die Kinder muß es sorgen, Immer muß es fleißig sein.

Was der Mutter Lieb und Treue, Liebes Kind, an dir getan, Und noch täglich tut auf’s neue, Sage, denkst du auch daran?

Für so viele Müh’ und Sorgen, Mußt du stets recht dankbar sein Und von Herzen alle Tage Folgen deinem Mütterlein.

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Illustration zu Die junge Mutter

Interpretation

Das Gedicht "Die junge Mutter" von Julius Karl Reinhold Sturm thematisiert die unermüdliche Arbeit und Fürsorge einer Mutter für ihre Kinder. Die Mutter wird als "liebes Mütterlein" bezeichnet, was ihre Zuneigung und Liebe zu ihren Kindern unterstreicht. Sie arbeitet von früh bis spät und sorgt stets für das Wohl ihrer Kinder. Die Hingabe und Selbstlosigkeit der Mutter wird hier deutlich. Im zweiten Teil des Gedichts richtet sich der Dichter direkt an das Kind und fragt es, ob es sich der Liebe und Treue bewusst ist, die die Mutter ihm entgegenbringt. Er betont, dass die Mutter ständig für das Kind da ist und ihm neue Liebe und Fürsorge schenkt. Das Kind soll sich bewusst sein, wie viel die Mutter für es tut und wie sehr sie sich um es sorgt. Der letzte Teil des Gedichts fordert das Kind auf, der Mutter dankbar zu sein für all ihre Mühe und Sorge. Es soll von Herzen dankbar sein und jeden Tag aufs Neue seiner Mutter folgen. Das Gedicht vermittelt somit die Botschaft, dass Kinder ihre Mütter wertschätzen und ihnen dankbar sein sollen für ihre bedingungslose Liebe und Fürsorge.

Schlüsselwörter

mütterlein muß sorgen spät abend früh morgen schafft

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Stilmittel

Anapher
Schafft das liebe Mütterlein. / Für die Kinder muß es sorgen, / Immer muß es fleißig sein.
Metapher
das liebe Mütterlein
Rhetorische Frage
Was der Mutter Lieb und Treue, / Liebes Kind, an dir getan, / Und noch täglich tut auf's neue, / Sage, denkst du auch daran?