Die Jahre kommen und gehen
1874Die Jahre kommen und gehen, Geschlechter steigen ins Grab, Doch nimmer vergeht die Liebe, Die ich im Herzen hab.
Nur einmal noch möcht ich dich sehen, Und sinken vor dir aufs Knie, Und sterbend zu dir sprechen: “Madame, ich liebe Sie!”
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Interpretation
Das Gedicht "Die Jahre kommen und gehen" von Heinrich Heine behandelt das Thema der ewigen Liebe, die über die Zeit und den Tod hinaus Bestand hat. Es beschreibt die unerschütterliche Liebe des lyrischen Ichs zu einer Frau, die trotz des Vergänglichen im Leben bestehen bleibt. Das Gedicht beginnt mit einem Verweis auf die Vergänglichkeit der Zeit und des Lebens. Die Jahre kommen und gehen, Generationen steigen ins Grab, aber die Liebe des lyrischen Ichs bleibt unverändert. Dies deutet darauf hin, dass die Liebe eine zeitlose und unvergängliche Kraft ist, die über das Physische hinausgeht. Im zweiten Teil des Gedichts wird der Wunsch des lyrischen Ichs ausgedrückt, die geliebte Frau noch einmal zu sehen. Es möchte vor ihr auf die Knie sinken und ihr in seinen letzten Atemzügen seine Liebe gestehen. Dies zeigt die Intensität und Leidenschaft der Liebe, die sogar den Tod überwinden kann. Insgesamt vermittelt das Gedicht die Idee, dass wahre Liebe zeitlos und unsterblich ist. Es betont die Beständigkeit der Liebe gegenüber den Veränderungen und dem Vergehen der Zeit. Die letzte Zeile, in der das lyrische Ich seine Liebe gesteht, verdeutlicht die tiefe Verbundenheit und Hingabe, die selbst im Angesicht des Todes bestehen bleibt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Direkte Ansprache
- Madame, ich liebe Sie!
- Hyperbel
- Doch nimmer vergeht die Liebe, Die ich im Herzen hab
- Metapher
- Die Jahre kommen und gehen
- Personifikation
- Geschlechter steigen ins Grab
- Wiederholung
- Nur einmal noch möcht ich dich sehen