Die große Sehnsucht

Paul Scheerbart

1863

Wenn die große Sehnsucht wieder kommt, Wird mein ganzes Wesen wieder weich. Und ich möchte weinend niedersinken - Und dann möcht ich wieder maßlos trinken.

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Interpretation

Das Gedicht "Die große Sehnsucht" von Paul Scheerbart beschreibt die überwältigende Natur eines intensiven Verlangens oder einer Sehnsucht. Das lyrische Ich wird von dieser Sehnsucht so sehr ergriffen, dass es seinen gesamten Charakter verändert und weich werden lässt. Die Sehnsucht ist so stark, dass sie den Wunsch hervorruft, sich in Tränen aufzulösen und dann maßlos zu trinken. Die Sehnsucht wird als etwas dargestellt, das immer wiederkehrt und das lyrische Ich in seinen Bann zieht. Die Worte "wieder" und "wieder" unterstreichen diese zyklische Natur der Sehnsucht. Das lyrische Ich scheint in einem ständigen Auf und Ab zwischen Verletzlichkeit und dem Wunsch nach Betäubung gefangen zu sein. Das Gedicht vermittelt ein Gefühl von Verzweiflung und Hilflosigkeit angesichts der übermächtigen Sehnsucht. Die Sehnsucht wird als etwas dargestellt, das das lyrische Ich überwältigt und zu extremen emotionalen Reaktionen führt. Das Trinken könnte als eine Art Flucht oder Betäubung vor der Intensität der Sehnsucht interpretiert werden.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Metapher
Mein ganzes Wesen wieder weich
Personifikation
Die große Sehnsucht wieder kommt