Die Glocke

Klabund

unknown

Die Glocke dröhnt und stöhnt die Stunden in die Welt. O, wer sie dieses Zwangs entbände! Sie ist bis an ihr Ende Bestellt, Daß klingend sie ihr Herz ins Nichts verschwende.

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Illustration zu Die Glocke

Interpretation

Das Gedicht "Die Glocke" von Klabund handelt von der existenziellen Bedeutungslosigkeit des Lebens und der vergeblichen Bemühungen, ihr zu entfliehen. Die Glocke wird als Symbol für den unaufhaltsamen Lauf der Zeit und die Endlichkeit des menschlichen Daseins dargestellt. Die Glocke wird als ein leidendes Wesen porträtiert, das gezwungen ist, die Stunden in die Welt zu rufen. Sie sehnt sich danach, von diesem Zwang befreit zu werden, was als Wunsch nach Befreiung von der Last des Lebens interpretiert werden kann. Die Glocke ist dazu bestimmt, bis zu ihrem Ende zu läuten und dabei ihr Herz in das Nichts zu verschwenden, was die Sinnlosigkeit und Vergeblichkeit ihrer Existenz unterstreicht. Das Gedicht vermittelt eine düstere und melancholische Stimmung und regt zum Nachdenken über die Vergänglichkeit des Lebens und die Unausweichlichkeit des Todes an. Es fordert den Leser auf, die Bedeutungslosigkeit des individuellen Daseins angesichts des unaufhaltsamen Laufes der Zeit zu reflektieren.

Schlüsselwörter

glocke dröhnt stöhnt stunden welt zwangs entbände ende

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Stilmittel

Anapher
Die Glocke dröhnt und stöhnt
Hyperbel
daß klingend sie ihr Herz ins Nichts verschwende
Metapher
Sie ist bis an ihr Ende Bestellt
Personifikation
Die Glocke dröhnt und stöhnt die Stunden in die Welt.