Die Gebüsche
1734Komm! Komm! Das Blättergeräusch, Es lockt dich, Unser Glanz, Unser frisches Grün; |Wir lieben dich, Trag′ uns dein Herz entgegen, Was verschmähst du uns? Alles kann nicht Wald sein, Alles kann nicht Blume sein, Muß auch Kinder geben.
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Interpretation
Das Gedicht "Die Gebüsche" von Ludwig Tieck ist ein lebendiges und einladendes Loblied auf die Natur, insbesondere auf die Gebüsche. Die Gebüsche selbst sprechen in der ersten Person und laden den Leser ein, sich ihnen zu nähern. Sie betonen ihre Anziehungskraft durch das Rascheln der Blätter und ihr frisches Grün, was eine sinnliche und visuelle Anziehungskraft ausübt. Die Gebüsche drücken ihre Liebe zum Menschen aus und fordern ihn auf, sein Herz zu öffnen und sich ihnen zuzuwenden. Sie fragen, warum der Mensch sie verschmäht, und betonen damit ein Gefühl der Zurückweisung oder Vernachlässigung durch die menschliche Gesellschaft. In den folgenden Zeilen wird die Vielfalt der Natur hervorgehoben. Die Gebüsche argumentieren, dass nicht alles in der Natur ein Wald oder eine Blume sein kann, was auf die Notwendigkeit von Vielfalt und Unterschiedlichkeit in der natürlichen Welt hindeutet. Diese Vielfalt ist essentiell, da sie auch Kinder hervorbringt, was eine Metapher für neues Leben, Wachstum und Fortpflanzung sein könnte. Die Gebüsche symbolisieren somit einen Teil der Natur, der oft übersehen wird, aber dennoch eine wichtige Rolle im Ökosystem spielt. Das Gedicht endet mit einer fast flehenden Bitte der Gebüsche, vom Menschen anerkannt und geschätzt zu werden. Es unterstreicht die Idee, dass jeder Aspekt der Natur, egal wie klein oder unbedeutend er erscheinen mag, wertvoll und liebenswert ist. Tieck nutzt diese poetische Einladung, um den Leser dazu zu bringen, die Schönheit und Wichtigkeit aller Elemente der Natur zu erkennen und zu schätzen, nicht nur die offensichtlichsten oder majestätischsten.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- Komm! Komm! Das Blättergeräusch, Es lockt dich, Unser Glanz, Unser frisches Grün;
- Antithese
- Alles kann nicht Wald sein, Alles kann nicht Blume sein
- Metapher
- Unser Glanz, Unser frisches Grün
- Parallelismus
- Alles kann nicht Wald sein, Alles kann nicht Blume sein
- Personifikation
- Das Blättergeräusch, Es lockt dich
- Rhetorische Frage
- Was verschmähst du uns?