Die Gäste der Buche

Rudolf Baumbach

1840

Mietegäste vier im Haus Hat die alte Buche. Tief im Keller wohnt die Maus, Nagt am Hungertuche.

Stolz auf seinen roten Rock Und gesparten Samen sitzt ein Protz im ersten Stock; Eichhorn ist sein Namen.

Weiter oben hat der Specht Seine Werkstatt liegen, Hackt und zimmert kunstgerecht, Daß die Späne fliegen.

Auf dem Wipfel im Geäst Pfeift ein winzig kleiner Musikante froh im Nest. Miete zahlt nicht einer.

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Interpretation

Das Gedicht "Die Gäste der Buche" von Rudolf Baumbach beschreibt auf humorvolle Weise die Bewohner eines Baumes. Die alte Buche wird als Haus dargestellt, das vier verschiedene Mieter beherbergt. Diese Mieter sind eine Maus, ein Eichhörnchen, ein Specht und ein kleiner Vogel. Im Keller der Buche wohnt eine Maus, die am Hungertuch nagt. Im ersten Stock sitzt ein stolzes Eichhörnchen mit seinem roten Fell und seinen gesammelten Vorräten. Weiter oben hat der Specht seine Werkstatt, in der er kunstgerecht hackt und zimmert. Auf dem Wipfel im Geäst pfeift ein winzig kleiner Vogel fröhlich in seinem Nest. Das Gedicht zeichnet ein lebendiges Bild von den verschiedenen Bewohnern des Baumes und ihren Tätigkeiten. Es vermittelt eine heitere Stimmung und lädt den Leser ein, die kleinen Geschöpfe in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten. Die Tatsache, dass keiner der Mieter Miete zahlt, unterstreicht die Idylle und den ungestörten Zusammenlebens der Tiere in ihrem gemeinsamen Zuhause.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Alliteration
Hackt und zimmert kunstgerecht
Ironie
Miete zahlt nicht einer
Metapher
Eichhorn ist sein Namen
Personifikation
Pfeift ein winzig kleiner Musikante froh im Nest