Die Frage bleibt

Theodor Fontane

1819

Halte dich still, halte dich stumm, Nur nicht fragen, warum? warum?

Nur nicht bittere Fragen tauschen, Antwort ist doch nur wie Meeresrauschen.

Wies dich auch aufzuhorchen treibt, Das Dunkel, das Rätsel, die Frage bleibt.

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Interpretation

Das Gedicht "Die Frage bleibt" von Theodor Fontane beschäftigt sich mit der menschlichen Tendenz, nach Antworten auf die großen Fragen des Lebens zu suchen. Es rät dazu, still zu bleiben und nicht zu fragen, warum Dinge geschehen, wie sie geschehen. Der Dichter betont, dass Antworten oft nur wie das Rauschen des Meeres sind, ein endloses, unverständliches Geräusch, das keine wirkliche Erkenntnis bringt. Fontane thematisiert die Unausweichlichkeit des Rätselhaften und des Dunkels, das das Leben umgibt. Trotz des Drangs, zu horchen und zu verstehen, bleibt die Frage bestehen. Das Gedicht vermittelt eine resignative Haltung gegenüber der Ungewissheit und der Unfähigkeit des Menschen, die tieferen Geheimnisse des Daseins zu ergründen. Die Wiederholung des Wortes "bleibt" am Ende des Gedichts unterstreicht die Beständigkeit und Unvermeidlichkeit der Frage. Fontane deutet an, dass es Teil der menschlichen Erfahrung ist, mit unbeantworteten Fragen zu leben und dass das Streben nach Antworten oft zu Frustration und Enttäuschung führt.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Anapher
Halte dich still, halte dich stumm, Nur nicht fragen, warum? warum?
Metapher
Antwort ist doch nur wie Meeresrauschen
Parallelismus
Halte dich still, halte dich stumm
Personifikation
Wies dich auch aufzuhorchen treibt
Rhetorische Frage
Nur nicht fragen, warum? warum?