Die Ewigkeit gewisser Gedichte

Gotthold Ephraim Lessing

1781

Verse, wie sie Bassus schreibt, Werden unvergänglich bleiben: – Weil dergleichen Zeug zu schreiben, Stets ein Stümper übrig bleibt.

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Interpretation

Das Gedicht "Die Ewigkeit gewisser Gedichte" von Gotthold Ephraim Lessing beschäftigt sich mit der zeitlosen Natur bestimmter poetischer Werke. Es beginnt mit der Feststellung, dass Verse, wie sie Bassus schreibt, unvergänglich bleiben werden. Diese Behauptung impliziert, dass es eine bestimmte Qualität oder einen Stil in Bassus' Dichtung gibt, der sie vor dem Vergessen bewahrt. Der zweite Teil des Gedichts bietet eine Erklärung für diese Unvergänglichkeit. Es heißt, dass dergleichen Zeug zu schreiben, stets ein Stümper übrig bleibt. Diese Aussage kann als eine Art ironische Anerkennung verstanden werden, dass die Einfachheit oder die vermeintliche Naivität in Bassus' Versen dazu führt, dass sie von vielen nachgeahmt werden, jedoch nie mit der gleichen Authentizität oder dem gleichen Charme wie das Original. Insgesamt reflektiert das Gedicht über die Natur der poetischen Schöpfung und die Faktoren, die zur Langlebigkeit eines Werkes beitragen. Es legt nahe, dass es die Einzigartigkeit und die spezifische Qualität eines Dichters sind, die seine Werke über die Zeit hinweg bewahren, selbst wenn andere versuchen, diesen Stil zu imitieren. Das Gedicht ist eine Hommage an die zeitlose Kunst der Poesie und die unverwechselbare Handschrift eines Dichters.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Hyperbel
Verse, wie sie Bassus schreibt, / Werden unvergänglich bleiben
Ironie
Weil dergleichen Zeug zu schreiben, / Stets ein Stümper übrig bleibt