Die ersten Höschen

Paula Dehmel

1862

Der Schneidermeister Piekenich Ist ein geschickter Mann, Er kommt und mißt dem Peterle Die ersten Hosen an.

Er nimmt sein Buch und Metermaß, Schreibt sich die Zahlen auf, Und wenn der Bub nicht stille steht, Kriegt er eins hinten drauf.

“Du lieber Meister Piekenich, Mach die Hosen schön, Ich will ja unter den Linden Damit spazieren gehn.

Und alle kleinen Jungens Gucken nach mir hin Und sehn an meinen Höschen, Das ich auch ein Junge bin!”

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Illustration zu Die ersten Höschen

Interpretation

Das Gedicht "Die ersten Höschen" von Paula Dehmel erzählt die Geschichte des Schneidermeisters Piekenich, der dem Jungen Peterle die ersten Hosen anmisst. Es wird eine humorvolle Szene dargestellt, in der der Meister mit seinem Metermaß und Buch die Maße nimmt, während der Junge still stehen muss, um korrekte Angaben zu ermöglichen. Die Stimmung im Gedicht ist leicht und verspielt. Die Zeile "Und wenn der Bub nicht stille steht, Kriegt er eins hinten drauf" deutet auf einen spielerischen Umgang zwischen Meister und Kind hin. Es wird deutlich, dass der Junge aufgeregt und stolz auf seine neuen Hosen ist, da er sich damit unter den Linden zeigen möchte. Im letzten Teil des Gedichts drückt Peterle seinen Wunsch aus, dass alle anderen Jungen ihn ansehen und erkennen sollen, dass auch er ein Junge ist. Dies zeigt die Bedeutung der ersten Hosen als Symbol für das Erwachsenwerden und die Zugehörigkeit zu einer Gruppe. Das Gedicht vermittelt somit ein Gefühl von Stolz und Vorfreude auf die bevorstehende Veränderung im Leben des Jungen.

Schlüsselwörter

piekenich hosen schneidermeister geschickter mann kommt mißt peterle

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Stilmittel

Alliteration
Schneidermeister Piekenich
Metapher
Die ersten Hosen an
Personifikation
Das ich auch ein Junge bin
Reimschema
AABB
Wiederholung
meine Höschen