Die Engländer über den Vatican

Wilhelm Friedrich Waiblinger

1890

Schad′ ist′s wahrlich, daß doch das vatican′sche Museum Eingesperrt ist in Haus, Zimmer und Saal und Gemach. Besser stünd′s auf dem Corso in Einer Reihe, so könnte Man′s mit weniger Zeit doch auch zu Pferde besehn.

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Interpretation

Das Gedicht "Die Engländer über den Vatican" von Wilhelm Friedrich Waiblinger kritisiert die Enge und Begrenztheit des Vatikanischen Museums. Der Autor bedauert, dass die Kunstwerke in den Räumen des Vatikans eingeschlossen sind, anstatt an einem zugänglicheren Ort präsentiert zu werden. Die metaphorische Sprache verdeutlicht die Unzufriedenheit mit der aktuellen Situation und regt zum Nachdenken über die Präsentation von Kunst an. Waiblinger schlägt vor, die Kunstwerke entlang des Corso, einer bekannten Straße in Rom, auszustellen. Diese Idee impliziert eine offenere und demokratischere Art des Kunstgenusses, bei der die Betrachter die Werke in einer Reihe bewundern könnten. Die Erwähnung, dass man die Kunstwerke "zu Pferde" sehen könnte, unterstreicht den Wunsch nach einer weniger zeitaufwendigen und zugänglicheren Art des Betrachtens. Das Gedicht reflektiert die kulturellen und gesellschaftlichen Normen des 19. Jahrhunderts, in denen der Zugang zu Kunst und Kultur oft durch soziale und physische Barrieren eingeschränkt war. Waiblinger fordert eine Veränderung, die es einem breiteren Publikum ermöglichen würde, die Schönheit und den Wert der Kunst zu schätzen. Die Kritik an der Enge des Vatikanischen Museums ist ein Aufruf zur Öffnung und Demokratisierung des kulturellen Erbes.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Hyperbel
Besser stünd's auf dem Corso in Einer Reihe, so könnte Man's mit weniger Zeit doch auch zu Pferde besehn.
Metapher
Schad's wahrlich, daß doch das vatican'sche Museum Eingesperrt ist in Haus, Zimmer und Saal und Gemach.