Die einsame Wolke
1911Sonne warf den letzten Schein Müd im Niedersinken, Eine Wolke noch allein Schien mir nachzuwinken.
Lange sie wie sehnend hing, Ferne den Genossen. Als die Sonne unterging, War auch sie zerflossen.
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Interpretation
Das Gedicht "Die einsame Wolke" von Martin Greif beschreibt die letzte Wolke, die nach dem Untergang der Sonne am Himmel verweilt. Die Wolke wirkt einsam und sehnt sich nach ihren Genossen, die bereits verschwunden sind. Der Dichter vergleicht die Wolke mit einem Menschen, der sich nach Gesellschaft sehnt und sich einsam fühlt. Die Einsamkeit der Wolke wird durch die Farbgebung des Gedichts verstärkt. Die Sonne wirft den "letzten Schein", der müde im Niedersinken ist. Die Wolke ist die einzige, die noch am Himmel zu sehen ist und den Eindruck erweckt, als würde sie nach den anderen Wolken winken. Die Farben sind gedämpft und traurig, was die Einsamkeit der Wolke noch verstärkt. Das Gedicht endet mit dem Verschwinden der Wolke, nachdem die Sonne untergegangen ist. Die Wolke ist zerflossen und nicht mehr zu sehen. Dies kann als Symbol für das Ende des Lebens oder das Ende einer Beziehung interpretiert werden. Die Einsamkeit der Wolke wird durch ihr Verschwinden noch verstärkt, da sie nun endgültig von ihren Genossen getrennt ist.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Metapher
- War auch sie zerflossen
- Personifikation
- Lange sie wie sehnend hing