Die Eine
1868Eine holde kenn’ ich, Eine (Weiter auf der ganzen Welt Giebt es solcher Frauen keine!) Die gefangen nimmt und hält Was vor Augen ihr sich stellt. Glänztest du in Silberhaaren, Gaukeltest in Knabenjahren, Wärst ein Weiser oder Held, Lebt in dir auch eine Welt: Wenn du einen Blick empfingest, Wie nur sie ihn blicken kann, Einmal ihr zur Seite gingest, Hörtest was ihr Geist ersann, In die Kenntnis einmal drängest, Die sie spielend sich gewann, Und zu Höhen, die ein Mann Kaum erforscht, mit ihr dich schwängest, O mit Mund und Herzen dann Sprächest du: Ich bet dich an!
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Interpretation
Das Gedicht "Die Eine" von Heinrich Christian Boie handelt von einer Frau, die den Dichter in ihrer Einzigartigkeit und Vollkommenheit fasziniert. Sie besitzt eine anziehende und fesselnde Ausstrahlung, die jeden, der ihr begegnet, in ihren Bann zieht. Der Dichter betont, dass es auf der ganzen Welt keine zweite Frau gibt, die so hold und bezaubernd ist wie sie. Die Frau wird als eine Person beschrieben, die in der Lage ist, alles zu erfassen und zu verstehen, was ihr begegnet. Sie scheint ein tiefes Verständnis für die Welt und ihre Zusammenhänge zu haben, unabhängig davon, ob es sich um einen weisen Mann, einen mutigen Helden oder einen unschuldigen Jungen handelt. In ihr lebt eine ganze Welt, die den Dichter in ihren Bann zieht. Der Dichter beschreibt die tiefe Bewunderung und Verehrung, die er für diese Frau empfindet. Er möchte ihre Gedanken und Ideen hören, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten erforschen und mit ihr gemeinsam zu neuen Höhen aufsteigen. Am Ende des Gedichts drückt er seine tiefe Anbetung und Verehrung für sie aus, indem er sagt: "Ich bet dich an!"
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- Eine holde kenn' ich, Eine
- Hyperbel
- Und zu Höhen, die ein Mann Kaum erforscht, mit ihr dich schwängest
- Kontrast
- Glänztest du in Silberhaaren, Gaukeltest in Knabenjahren
- Metapher
- Lebt in dir auch eine Welt
- Personifikation
- Die gefangen nimmt und hält Was vor Augen ihr sich stellt