Die dorne

Mechthild von Magdeburg

1207

Die dorne sint gebluemet Lilienwis, rosenvar, Wuneklich, himelclar.

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Interpretation

Das Gedicht "Die dorne" von Mechthild von Magdeburg thematisiert die Verwandlung von Dornen in blühende Pflanzen. Die Dornen, die normalerweise als stachelig und unansehnlich gelten, werden hier als mit Lilien und Rosen geschmückt beschrieben. Dies symbolisiert eine positive Veränderung oder Transformation, bei der etwas Unangenehmes oder Hässliches zu etwas Schönem und Erfreulichem wird. Die Verwendung der Farben "lilienwis" (lilienweiß) und "rosenvar" (rosenvar) betont die Reinheit und Schönheit der Blüten. Diese Farben stehen für Unschuld, Liebe und Vollkommenheit. Die Dornen, die zuvor als stachelig und unangenehm empfunden wurden, sind nun mit diesen edlen und anmutigen Blumen geschmückt. Dies kann als Metapher für die Veränderung des menschlichen Herzens oder der Seele interpretiert werden, die sich von etwas Hartem und Unbarmherzigem zu etwas Sanftem und Liebevollem wandelt. Die abschließenden Worte "Wuneklich, himelclar" (wonnevoll, himmelklar) verstärken die positive Stimmung des Gedichts. Sie deuten darauf hin, dass die Verwandlung der Dornen nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich stattfindet. Die Dornen sind nicht nur äußerlich mit Blumen geschmückt, sondern haben auch eine innere Veränderung erfahren, die sie "wonnevoll" und "himmelklar" macht. Dies kann als Hinweis auf die spirituelle Erleuchtung oder die Verbindung mit dem Göttlichen verstanden werden, die durch die Verwandlung erreicht wurde.

Schlüsselwörter

dorne sint gebluemet lilienwis rosenvar wuneklich himelclar

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Stilmittel

Alliteration
Die dorne sint gebluemet
Hyperbel
Wuneklich, himelclar
Metapher
Die dorne sint gebluemet
Vergleich
Lilienwis, rosenvar