Die Deutschen
1791Mit Schillern macht ihrs stumpf und träg, Wie längst mit Christus es geschehen, Ihr billigt höchlich seinen Weg, Doch keiner will ihn gehen.
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Interpretation
Das Gedicht "Die Deutschen" von Franz Grillparzer kritisiert die Deutschen für ihre Neigung, große Ideale und Vorbilder zu verehren, ohne deren Prinzipien selbst in die Tat umzusetzen. Grillparzer zieht einen Vergleich zwischen der Behandlung Schillers und Christi, um zu verdeutlichen, dass die Deutschen dazu neigen, ihre Helden und Idole zu vergöttern, aber nicht bereit sind, deren Lehren und Wege zu folgen. Das Gedicht impliziert, dass die Deutschen in ihrer Bewunderung für diese Persönlichkeiten träge und stumpf geworden sind, anstatt von ihnen inspiriert zu werden, selbst aktiv zu werden und Veränderungen herbeizuführen. Die Zeilen "Mit Schillern macht ihrs stumpf und träg, Wie längst mit Christus es geschehen" verdeutlichen, dass die Deutschen dazu neigen, ihre Idole zu vergöttern, anstatt von ihnen zu lernen und ihre Lehren in die Praxis umzusetzen. Grillparzer kritisiert die Heuchelei der Deutschen, die zwar die Ideale und Wege ihrer Helden billigen, aber nicht bereit sind, selbst den gleichen Weg zu gehen. Das Gedicht wirft die Frage auf, ob die Deutschen in der Lage sind, aus der Vergangenheit zu lernen und die Lehren ihrer großen Persönlichkeiten in die Gegenwart zu übertragen, um positive Veränderungen herbeizuführen. Insgesamt ist "Die Deutschen" ein kritisches Gedicht, das die Deutschen dazu aufruft, über ihre Verehrung von Idolen hinauszugehen und selbst aktiv zu werden, um die Ideale und Lehren ihrer Helden in die Tat umzusetzen. Grillparzer fordert die Deutschen auf, aus der Vergangenheit zu lernen und die Lehren ihrer großen Persönlichkeiten in die Gegenwart zu übertragen, um positive Veränderungen herbeizuführen. Das Gedicht ist eine zeitlose Kritik an der menschlichen Tendenz, große Ideale und Vorbilder zu verehren, ohne deren Prinzipien selbst in die Tat umzusetzen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Mit Schillern macht ihrs stumpf und träg
- Ironie
- Ihr billigt höchlich seinen Weg
- Kontrast
- Doch keiner will ihn gehen
- Metapher
- Mit Schillern macht ihrs stumpf und träg
- Vergleich
- Wie längst mit Christus es geschehen