Die bösen Beinchen
1862Guten Morgen, ihr Beinchen! Wie heißt ihr denn? Ich heiße Hampel, Ich heiße Strampel, Und das ist Füßchen Übermut, Und das ist Füßchen Tunichtgut! Übermut und Tunichgut Gehn auf die Reise, Patsch′ durch alle Sümpfe, Naß sind Schuh und Strümpfe; Kuckt die Rute um die Eck, Laufen sie alle beide weg!
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Interpretation
Das Gedicht "Die bösen Beinchen" von Paula Dehmel beschreibt die schelmische und ungestüme Natur von Kindern, verkörpert durch ihre Beine und Füße. Die Beine werden mit Namen wie "Hampel" und "Strampel" versehen, was ihre unruhige und ungezähmte Art verdeutlicht. Die Füße, "Übermut" und "Tunichtgut", symbolisieren den kindlichen Übermut und die Neugier, die sie auf Abenteuerreisen führt. Die Beine und Füße begeben sich auf eine Reise, durchqueren Sümpfe und machen sich schmutzig. Die Namen "Übermut" und "Tunichtgut" unterstreichen ihre unbekümmerte und freche Art, die sich nicht um Konsequenzen schert. Sie laufen einfach los und lassen sich von ihrer Neugier leiten. Am Ende des Gedichts taucht die "Rute" auf, die ein Symbol für Bestrafung oder Zurechtweisung sein könnte. Die Beine und Füße ergreifen daraufhin die Flucht, was ihre Angst vor den Konsequenzen ihres Handelns zeigt. Das Gedicht vermittelt somit die kindliche Unbekümmertheit, aber auch die Einsicht, dass manchmal Grenzen überschritten werden und man die Folgen tragen muss.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Patsch′ durch alle Sümpfe
- Bildsprache
- Naß sind Schuh und Strümpfe
- Metapher
- Übermut und Tunichgut Gehn auf die Reise
- Onomatopoesie
- Patsch′
- Personifikation
- Ich heiße Hampel, Ich heiße Strampel, Und das ist Füßchen Übermut, Und das ist Füßchen Tunichtgut!