Die beiden Flaschen
1871Zwei Flaschen stehn auf einer Bank, die eine dick, die andre schlank. Sie möchten gerne heiraten. Doch wer soll ihnen beiraten?
Mit ihrem Doppel-Auge leiden sie auf zum blauen Firmament . . . Doch niemand kommt herabgerennt und kopuliert die beiden.
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Interpretation
Das Gedicht "Die beiden Flaschen" von Christian Morgenstern handelt von zwei Flaschen, die auf einer Bank stehen und heiraten möchten. Die Flaschen werden als dick und schlank beschrieben, was ihre unterschiedlichen Formen verdeutlicht. Die Flaschen sehnen sich danach, eine Verbindung einzugehen, aber es scheint niemand da zu sein, der ihnen bei dieser Verbindung behilflich sein kann. Die Flaschen schauen mit ihrem "Doppel-Auge" zum Himmel empor und hoffen auf eine Lösung. Sie suchen nach einem Zeichen oder einer Antwort, aber niemand kommt ihnen zu Hilfe. Die Verwendung des Wortes "kopuliert" in Bezug auf die Flaschen verleiht der Situation eine gewisse Absurdität und Humor. Es scheint, als ob die Flaschen nach einer physischen Verbindung suchen, aber in Wirklichkeit handelt es sich um eine metaphorische Suche nach einer tieferen Verbindung oder Vereinigung. Das Gedicht spielt mit der Idee der Unmöglichkeit einer Verbindung zwischen den Flaschen. Es zeigt die Sehnsucht nach einer Verbindung, aber auch die Frustration über das Fehlen einer Lösung. Morgenstern verwendet die Flaschen als Symbol für menschliche Beziehungen und die Schwierigkeiten, die bei der Suche nach einer tieferen Verbindung auftreten können. Das Gedicht regt zum Nachdenken über die Natur von Beziehungen und die Herausforderungen an, die mit ihnen einhergehen können.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anthropomorphisierung
- Doch niemand kommt herabgerennt und kopuliert die beiden
- Ironie
- Doch wer soll ihnen beiraten?
- Metapher
- Mit ihrem Doppel-Auge leiden sie auf zum blauen Firmament
- Personifikation
- Zwei Flaschen stehn auf einer Bank, die eine dick, die andre schlank. Sie möchten gerne heiraten.