Die Antwort

Ferdinand Hardekopf

1911

In allen meinen Scheingestalten Bin ich nicht Schein: bin ich enthalten! Ist starr, was strahlt und weht im Lichte? Wahr ist nur Wandlung der Gesichte.

Es blieb mein Mund bei deinem Munde, Zutiefst bewahr’ ich unsre Stunde, Und bin geschmiegt in euer Tasten, O schöne Hände, die mich fassten.

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Interpretation

Das Gedicht "Die Antwort" von Ferdinand Hardekopf handelt von der Suche nach der wahren Identität und der Erkenntnis, dass die äußeren Scheinformen nur vorübergehend sind. Der Sprecher betont, dass er trotz aller äußeren Veränderungen und Masken in sich selbst enthalten bleibt und nicht nur ein Schein ist. Die Welt mag sich wandeln und verändern, aber die wahre Essenz bleibt bestehen. Der zweite Teil des Gedichts thematisiert die tiefe Verbundenheit und Liebe zwischen dem Sprecher und einer anderen Person. Der Kuss und die Berührung der Hände werden als symbolische Momente der Intimität und des Zusammenseins beschrieben. Der Sprecher bewahrt diese Momente tief in sich und fühlt sich von der Berührung der Hände umarmt und geschmiegt. Die Liebe und die gemeinsamen Erlebnisse werden als etwas Kostbares und Beständiges dargestellt, das über die äußeren Veränderungen hinausgeht. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Botschaft der inneren Stärke und der Beständigkeit der Liebe. Trotz der Vergänglichkeit der äußeren Formen und Erscheinungen bleibt die wahre Identität und die tiefe Verbundenheit zwischen den Menschen bestehen. Das Gedicht lädt dazu ein, über die Oberfläche hinauszublicken und die wahren Werte und Beziehungen im Leben zu erkennen und zu schätzen.

Schlüsselwörter

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Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
schöne Hände, die mich fassten
Anapher
Bei deinem Munde, Zutiefst bewahr' ich unsre Stunde
Enjambement
In allen meinen Scheingestalten Bin ich nicht Schein: bin ich enthalten!
Metapher
Wahr ist nur Wandlung der Gesichte
Paradox
In allen meinen Scheingestalten Bin ich nicht Schein: bin ich enthalten!
Personifikation
schöne Hände, die mich fassten
Rhetorische Frage
Ist starr, was strahlt und weht im Lichte?