Die Antike an den nordischen Wanderer

Friedrich von Schiller

1795

Über Ströme hast du gesetzt und Meere durchschwommen, Über der Alpen Gebirg trug dich der schwindlichte Steg. Mich in der Nähe zu schaun und meine Schöne zu preisen, Die der begeisterte Ruf rühmt durch die staunende Welt; Und nun stehst du vor mir, du darfst mich Heil′ge berühren, Aber bist du mir jetzt näher, und bin ich es dir?

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Interpretation

Das Gedicht "Die Antike an den nordischen Wanderer" von Friedrich von Schiller beschreibt eine Begegnung zwischen der Antike und einem nordischen Wanderer. Die Antike, personifiziert als eine weibliche Figur, erkennt die Anstrengungen des Wanderers an, der weite Strecken zurückgelegt hat, um sie und ihre Schönheit zu bewundern. Die Antike zeigt sich beeindruckt von der Hingabe des Wanderers, der Meere durchschwommen und über die Alpen gewandert ist, um sie zu erreichen. In der zweiten Strophe fragt die Antike jedoch, ob die Nähe des Wanderers ihr wirklich näherbringt. Sie stellt die Frage, ob die physische Nähe ausreicht, um eine tiefere Verbindung herzustellen. Dies deutet darauf hin, dass die Antike nach einer geistigen oder emotionalen Verbundenheit sucht, die über die bloße physische Präsenz hinausgeht. Das Gedicht thematisiert somit die Sehnsucht nach einer tieferen Verbindung und die Frage, ob die physische Nähe ausreicht, um eine solche Verbindung herzustellen. Es regt zum Nachdenken über die Natur von Beziehungen und die Bedeutung von Nähe an.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Metapher
Über Ströme hast du gesetzt und Meere durchschwommen
Personifikation
Der begeisterte Ruf rühmt durch die staunende Welt
Rhetorische Frage
Aber bist du mir jetzt näher, und bin ich es dir?