Die alte Laube
1863Ich habe so viel vergessen. Ich weiß nicht mehr Woher ich komme. Ich saß in einer Laube Von großen grünen Smaragden; Sie schimmerten wie Glühwurmlicht. Mehr aber weiß ich nicht. Es war ganz hinten im Raume Und fast wie in dem Traume, Der uns der allerliebste ist.
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Interpretation
Das Gedicht "Die alte Laube" von Paul Scheerbart thematisiert die Vergänglichkeit der Erinnerung und die Sehnsucht nach einer verlorenen, idealisierten Vergangenheit. Der Sprecher gesteht, dass er viel vergessen hat und sich nicht mehr daran erinnern kann, woher er kommt. Dies deutet auf eine Art existenzielle Desorientierung oder einen Bruch mit der eigenen Herkunft hin. Die Erinnerung an die Laube aus "großen grünen Smaragden" steht als einzig konkreter Anker in der Vergangenheit. Die smaragdgrünen Steine, die "wie Glühwurmlicht" schimmern, vermitteln eine magische, fast märchenhafte Atmosphäre. Diese Laube scheint ein Ort des Rückzugs und der Kontemplation gewesen zu sein, ein Refugium in einer ansonsten unklaren Welt. Der letzte Vers, der die Laube als "ganz hinten im Raume" und "fast wie in dem Traume, Der uns der allerliebste ist" beschreibt, verstärkt den Eindruck einer idealisierten, unwiederbringlichen Vergangenheit. Die Laube wird als ein Ort dargestellt, der sowohl räumlich als auch zeitlich weit entfernt ist, ähnlich einem Traum, den man gerne noch einmal erleben würde. Das Gedicht vermittelt eine melancholische Stimmung, die von Sehnsucht und dem Schmerz des Vergessens geprägt ist.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Metapher
- Sie schimmerten wie Glühwurmlicht
- Personifikation
- Die uns der allerliebste ist
- Symbolik
- Von großen grünen Smaragden
- Vergleich
- Sie schimmerten wie Glühwurmlicht