Deutsches Lustspiel

Friedrich von Schiller

1759

Thoren hätten wir wohl, wir hätten Fratzen die Menge; Leider helfen sie nur selbst zur Komödie nichts.

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Interpretation

Das Gedicht "Deutsches Lustspiel" von Friedrich von Schiller kritisiert auf ironische Weise die deutsche Gesellschaft und ihre Vertreter. Die "Thoren" (Narrheit) und "Fratzen" (Lächerlichkeiten) werden als allgegenwärtig dargestellt, was auf eine allgemeine Dummheit und Absurdität hinweist. Schiller verwendet hier eine übertreibende Sprache, um die Mängel der Gesellschaft zu betonen. Der zweite Vers verdeutlicht die Nutzlosigkeit dieser "Thoren" und "Fratzen". Obwohl sie in großer Zahl vorhanden sind, tragen sie nicht zur "Komödie" bei. Dies könnte als Kritik an der Unfähigkeit der Menschen interpretiert werden, aus ihren Fehlern zu lernen oder zur Verbesserung der Gesellschaft beizutragen. Die "Komödie" könnte hier als Metapher für das gesellschaftliche Leben oder die Politik dienen. Schillers Gedicht ist somit eine scharfe Gesellschaftskritik, die die Ignoranz und die Unfähigkeit zur Selbstreflexion anprangert. Es fordert die Leser auf, über die Zustände in ihrer Gesellschaft nachzudenken und sich bewusst zu machen, dass bloße Dummheit und Lächerlichkeit nicht ausreichen, um positive Veränderungen herbeizuführen.

Schlüsselwörter

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Wortwolke

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Stilmittel

Antithese
Thoren hätten wir wohl, wir hätten Fratzen die Menge; Leider helfen sie nur selbst zur Komödie nichts
Hyperbel
Fratzen die Menge
Metapher
Thoren hätten wir wohl, wir hätten Fratzen die Menge