Des Morgens

Friedrich Hölderlin

1826

Vom Taue glänzt der Rasen; beweglicher Eilt schon die wache Quelle; die Birke neigt Ihr schwankes Haupt und im Geblätter Rauscht es und schimmert; und um die grauen

Gewölke streifen rötliche Flammen dort, Verkündende, sie wallen geräuschlos auf; Wie Fluten am Gestade wogen Höher und höher die Wandelbaren.

Komm nun, o komm, und eile mir nicht zu schnell, Du goldner Tag, zum Gipfel des Himmels fort! Denn offener fliegt, vertrauter dir mein Auge, du Freudiger! zu, solange du

In deiner Schöne jugendlich blickst und noch Zu herrlich nicht, zu stolz mir geworden bist; Du möchtest immer eilen, könnt ich, Göttlicher Wanderer, mit dir! - doch lächelst

Des frohen Übermütigen du, daß er Dir gleichen möchte; segne mir lieber dann Mein sterblich Tun und heitre wieder, Gütiger! heute den stillen Pfad mir!

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Interpretation

Das Gedicht "Des Morgens" von Friedrich Hölderlin besch

Schlüsselwörter

höher komm taue glänzt rasen beweglicher eilt wache

Wortwolke

Wortwolke zu Des Morgens

Stilmittel

Alliteration
grauen Gewölke streifen rötliche
Anapher
Komm nun, o komm
Apostrophe
segne mir lieber dann
Hyperbel
Göttlicher Wanderer
Metapher
rötliche Flammen
Personifikation
Des frohen Übermütigen du lächelst
Vergleich
Wie Fluten am Gestade wogen