Der Wunsch
unknownDu holder Gott der süß′sten Lust auf Erden, Der schönsten Göttin schönster Sohn! Komm, lehre mich die Kunst, geliebt zu werden; Die leichte Kunst, zu lieben, weiß ich schon.
Komm ebenfalls und bilde Phillis′ Lachen, Cythere, gib ihr Unterricht! Denn Phillis weiß die Kunst, verliebt zu machen, Die leichte Kunst, zu lieben, weiß sie nicht.
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Interpretation
Das Gedicht "Der Wunsch" von Friedrich von Hagedorn thematisiert die Sehnsucht nach erwiderten Liebe und die Unvollkommenheit der Geliebten. Der Sprecher wendet sich an die Göttin der Liebe, Cythere, und bittet sie um Unterstützung, um geliebt zu werden. Er selbst beherrscht bereits die Kunst der Liebe, doch er wünscht sich, dass seine Angebetete, Phillis, ebenfalls die Fähigkeit entwickelt, zu lieben. Der Sprecher erkennt an, dass Phillis die Kunst versteht, andere zu verlieben, aber selbst nicht lieben kann. Er bittet Cythere, Phillis beizubringen, wie man liebt, damit auch sie die "leichte Kunst" erlernen kann. Dies zeigt die Ungleichheit in der Beziehung, bei der der Sprecher bereit ist, Liebe zu geben, aber nicht die gleiche Zuneigung von Phillis erhält. Das Gedicht verdeutlicht die menschliche Sehnsucht nach erwiderten Gefühlen und die Hoffnung auf eine ausgewogene Beziehung. Der Sprecher sehnt sich danach, dass Phillis die Fähigkeit entwickelt, Liebe zu empfinden und zu erwidern, um eine harmonische Verbindung herzustellen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- Die leichte Kunst, zu lieben, weiß ich schon. / Die leichte Kunst, zu lieben, weiß sie nicht.
- Apostrophe
- Du holder Gott der süß′sten Lust auf Erden
- Metapher
- Der schönsten Göttin schönster Sohn!
- Personifikation
- Phillis weiß die Kunst, verliebt zu machen