Der Winter

Friedrich Hölderlin

unknown

Wenn bleicher Schnee verschönert die Gefilde, Und hoher Glanz auf weiter Ebne blinkt, So reizt der Sommer fern, und milde Naht sich der Frühling oft, indes die Stunde sinkt.

Die prächtige Erscheinung ist, die Luft ist feiner, Der Wald ist hell, es geht der Menschen keiner Auf Straßen, die zu sehr entlegen sind, die Stille machet Erhabenheit, wie dennoch alles lachet.

Der Frühling scheint nicht mit der Blüten Schimmer Dem Menschen so gefallend, aber Sterne Sind an dem Himmel hell, man siehet gerne Den Himmel fern, der ändert fast sich nimmer.

Die Ströme sind, wie Ebnen, die Gebilde Sind, auch zerstreut, erscheinender, die Milde Des Lebens dauert fort, der Städte Breite Erscheint besonders gut auf ungemessner Weite.

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Illustration zu Der Winter

Interpretation

Das Gedicht "Der Winter" von Friedrich Hölderlin beschreibt die Schönheit und Stille der winterlichen Landschaft. Hölderlin vermittelt eine Stimmung der Erhabenheit und Ruhe, die der Winter mit sich bringt. Die Natur erscheint in einem besonderen Glanz, der durch den Schnee und die klare Luft entsteht. In den folgenden Strophen betont Hölderlin die Einzigartigkeit des Winters. Die Abgeschiedenheit und Stille der winterlichen Landschaft wird hervorgehoben, was eine besondere Art von Schönheit und Erhabenheit schafft. Die Sterne am Himmel und die klare Luft tragen zur Magie des Winters bei und lassen die Natur in einem besonderen Licht erscheinen. Das Gedicht endet mit einer Reflexion über die Dauerhaftigkeit und Beständigkeit des Winters. Hölderlin deutet an, dass der Winter eine Zeit der Ruhe und Besinnung ist, in der die Natur eine besondere Schönheit entfaltet. Die winterliche Landschaft wird als Ort der Erhabenheit und der stillen Kontemplation dargestellt, der den Menschen eine einzigartige Perspektive auf die Natur und das Leben ermöglicht.

Schlüsselwörter

fern milde frühling hell menschen himmel bleicher schnee

Wortwolke

Wortwolke zu Der Winter

Stilmittel

Alliteration
prächtige Erscheinung
Bildsprache
Der Wald ist hell, es geht der Menschen keiner Auf Straßen, die zu sehr entlegen sind
Hyperbel
Die Ströme sind, wie Ebnen, die Gebilde Sind, auch zerstreut, erscheinender
Kontrast
Der Frühling scheint nicht mit der Blüten Schimmer Dem Menschen so gefallend, aber Sterne Sind an dem Himmel hell
Metapher
Wenn bleicher Schnee verschönert die Gefilde
Personifikation
So reizt der Sommer fern, und milde Naht sich der Frühling oft
Vergleich
Die Ströme sind, wie Ebnen