Der Winter [5]

Friedrich Hölderlin

1909

Wenn sich der Tag des Jahrs hinabgeneiget Und rings das Feld mit den Gebirgen schweiget, So glänzt das Blau des Himmels an den Tagen, Die wie Gestirn in heitrer Höhe ragen.

Der Wechsel und die Pracht ist minder umgebreitet, Dort, wo ein Strom hinab mit Eile gleitet, Der Ruhe Geist ist aber in den Stunden Der prächtigen Natur mit Tiefigkeit verbunden.

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Interpretation

Das Gedicht "Der Winter" von Friedrich Hölderlin beschreibt die winterliche Jahreszeit als eine Zeit der Ruhe und Besinnung. Hölderlin vergleicht die winterlichen Tage mit Gestirnen, die in der Höhe leuchten und eine besondere Schönheit ausstrahlen. Er betont, dass die Pracht und der Wechsel der Jahreszeiten in dieser Zeit weniger präsent sind, aber der Geist der Ruhe in den Stunden der prächtigen Natur mit Tieftigkeit verbunden ist. Hölderlin verwendet in diesem Gedicht eine metaphorische Sprache, um die winterliche Jahreszeit zu beschreiben. Er vergleicht die winterlichen Tage mit Gestirnen, die in der Höhe leuchten und eine besondere Schönheit ausstrahlen. Diese Metapher verdeutlicht die Einzigartigkeit und den Zauber der winterlichen Tage, die sich von den anderen Jahreszeiten abheben. Der zweite Teil des Gedichts beschäftigt sich mit der Ruhe und Besinnlichkeit, die in der winterlichen Jahreszeit herrscht. Hölderlin betont, dass der Geist der Ruhe in den Stunden der prächtigen Natur mit Tieftigkeit verbunden ist. Diese Tiefe bezieht sich auf die Stille und die Möglichkeit zur inneren Einkehr, die der Winter mit sich bringt. Der Dichter lädt den Leser dazu ein, die winterliche Jahreszeit als eine Zeit der Besinnung und des Innehaltens zu betrachten.

Schlüsselwörter

tag jahrs hinabgeneiget rings feld gebirgen schweiget glänzt

Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
Wenn sich der Tag des Jahrs hinabgeneiget
Metapher
Der Ruhe Geist ist aber in den Stunden
Personifikation
Der Ruhe Geist ist aber in den Stunden