Der Winter [2]
1843Das Feld ist kahl, auf ferner Höhe glänzet Der blaue Himmel nur, und wie die Pfade gehen, Erscheinet die Natur, als Einerlei, das Wehen Ist frisch, und die Natur von Helle nur umkränzet.
Der Erde Stund′ ist sichtbar von dem Himmel Den ganzen Tag, in heller Nacht umgeben, Wenn hoch erscheint von Sternen das Gewimmel, Und geistiger das weit gedehnte Leben.
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Interpretation
Das Gedicht "Der Winter" von Friedrich Hölderlin zeichnet ein Bild der winterlichen Natur, das sowohl von Leere als auch von Klarheit geprägt ist. Das Feld wird als kahl beschrieben, während der Himmel in weiter Ferne blau leuchtet. Die Pfade scheinen zu führen, und die Natur erscheint als eintönig, doch frisch. Sie ist von Helle umkränzt, was auf eine Art Reinheit oder Klarheit hindeutet, die den Winter auszeichnet. In der zweiten Strophe wird die Beziehung zwischen Erde und Himmel vertieft. Die Stunde der Erde ist sichtbar vom Himmel, was eine Verbindung zwischen den beiden Sphären herstellt. Der Tag ist von heller Nacht umgeben, was auf die kurzen Tage und langen Nächte im Winter anspielt. Wenn die Sterne am Himmel wimmeln, wird das Leben als geistiger und weiter gedehnt empfunden. Dies könnte auf die Kontemplation und die Weite des Denkens anspielen, die der Winter ermöglicht. Insgesamt vermittelt Hölderlin in diesem Gedicht ein Gefühl der Stille und der inneren Einkehr, das der Winter mit sich bringt. Die Natur wird als einheitlich und klar dargestellt, was auf eine Art Reinheit oder Simplizität hindeutet. Gleichzeitig wird die geistige Weite betont, die sich in der winterlichen Nacht und unter dem Sternenhimmel entfalten kann.
Schlüsselwörter
Wortwolke
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Stilmittel
- Bildlichkeit
- Das Feld ist kahl, auf ferner Höhe glänzet Der blaue Himmel nur
- Hyperbel
- Und geistiger das weit gedehnte Leben
- Kontrast
- In heller Nacht umgeben
- Metapher
- Natur, als Einerlei
- Personifikation
- Die Erde Stund' ist sichtbar von dem Himmel