Der Verlobten
1808Wenn deine Hochzeit nahet, Leg′ ich ins Grab mich hinein; Dann fließt doch keine Träne In euren Freudenwein.
Dann lacht dir keiner ins Antlitz, Wenn Treue du versprichst; Brauchst dich nicht zu verstecken, Wenn du den Brautkranz flichtst.
Und hast du zu wenig Blumen, Um sie durch den Kranz zu ziehn; Geh nur zu meinem Grabe, Da werden wohl einige blühn.
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Interpretation
Das Gedicht "Der Verlobten" von Anastasius Grün handelt von einer unglücklichen Liebe und dem Schmerz des Verlassenen. Der Sprecher, der sich selbst als Verlassener identifiziert, drückt seinen Kummer und seine Trauer über die bevorstehende Hochzeit seiner ehemaligen Geliebten aus. Er imaginiert sich selbst im Grab, um nicht mehr Zeuge der freudigen Ereignisse zu sein und um nicht mehr unter der Treue seiner ehemaligen Geliebten leiden zu müssen. Das Gedicht verdeutlicht die tiefe emotionale Verbindung des Sprechers zu seiner ehemaligen Geliebten. Er fühlt sich von ihr verlassen und leidet unter dem Gedanken, dass sie jemand anderen heiraten wird. Der Sprecher imaginiert sich selbst im Grab, um nicht mehr Zeuge der freudigen Ereignisse zu sein und um nicht mehr unter der Treue seiner ehemaligen Geliebten leiden zu müssen. Er möchte nicht mehr sehen, wie sie jemand anderen heiratet und sich verpflichtet, treu zu sein. Das Gedicht endet mit einer bitteren Ironie. Der Sprecher schlägt vor, dass seine ehemalige Geliebte zu seinem Grab gehen soll, um Blumen für ihren Brautkranz zu pflücken. Dies zeigt, dass er immer noch eine emotionale Verbindung zu ihr hat, aber auch, dass er bereit ist, sich von ihr zu lösen und sie in ihrem neuen Leben zu unterstützen. Das Gedicht vermittelt eine tiefe Trauer und einen schmerzhaften Abschied von der verlorenen Liebe.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Bildlichkeit
- Wenn deine Hochzeit nahet
- Hyperbel
- Und hast du zu wenig Blumen
- Ironie
- Dann fließt doch keine Träne In euren Freudenwein
- Metapher
- Leg′ ich ins Grab mich hinein
- Personifikation
- Wenn Treue du versprichst
- Symbolik
- Geh nur zu meinem Grabe, Da werden wohl einige blühn