Der Unbewegliche
1930Wer in sich schaut, der schaut, wass Sonn´und Erde trägt, Es regt sich alles zwar, doch er bleibt unbewegt.
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Interpretation
Das Gedicht "Der Unbewegliche" von Daniel Czepko von Reigersfeld thematisiert die innere Einkehr und die Suche nach dem wahren Selbst. Der Sprecher beschreibt, wie jemand, der in sich hineinschaut, etwas erkennt, das größer ist als die äußere Welt. Dieses Etwas trägt Sonne und Erde, was auf eine göttliche oder kosmische Kraft hindeutet, die alles durchdringt und erhält. Die zweite Strophe verdeutlicht den Kontrast zwischen der äußeren Welt und dem inneren Zustand des Betrachters. Während sich alles um ihn herum bewegt und verändert, bleibt er selbst unbewegt. Dies könnte als Hinweis auf eine tiefe innere Ruhe und Gelassenheit interpretiert werden, die durch die Selbstreflexion erreicht wird. Der unbewegliche Beobachter steht im Gegensatz zur ständigen Bewegung der äußeren Welt. Insgesamt vermittelt das Gedicht die Idee, dass wahre Erkenntnis und innere Stabilität durch die Auseinandersetzung mit dem eigenen Inneren erlangt werden können. Der unbewegliche Zustand symbolisiert eine spirituelle Erleuchtung oder Erkenntnis, die den Betrachter von den vergänglichen Bewegungen der Welt unabhängig macht.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Kontrast
- doch er bleibt unbewegt
- Metapher
- Wer in sich schaut, der schaut, was Sonn'und Erde trägt
- Parallelismus
- Wer in sich schaut, der schaut
- Personifikation
- Es regt sich alles zwar