Der trinkende Bauer

Heinrich Christian Boie

1744

Des Schulzen kichernde Hanne Neckt nur und spottet der Kanne, Die gegenüber mir steht. Wie knapp auch immer sie geht, Ich laße, mag sie sich brüsten, Mich ihrer traun! nicht gelüsten.

Mir lob ich Bärbel die runde! Komm ich mit lallendem Munde, So reicht sie schlau mir das Glas: »Auf mein Vergnügen noch das!« Sie nähm ich, wenn sie das Bette Auch unterm Leibe nicht hätte!

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Interpretation

Das Gedicht "Der trinkende Bauer" von Heinrich Christian Boie handelt von einem Bauern, der in einer Kneipe sitzt und von der Wirtin Hannelore und seiner Geliebten Bärbel erzählt. Der Bauer ist betrunken und lallt, während er über die Frauen nachdenkt. In der ersten Strophe beschreibt der Bauer, wie Hannelore, die Frau des Schulzen, ihn neckt und verspottet. Sie zeigt ihm eine Kanne, die ihm gegenübersteht, aber er lässt sich davon nicht beeindrucken. Obwohl die Kanne ihm immer wieder angeboten wird, hat er keine Lust darauf. In der zweiten Strophe lobt der Bauer Bärbel, die rundlich ist. Wenn er mit lallendem Mund zu ihr kommt, reicht sie ihm schlau ein Glas. Er nimmt es gerne, auch wenn sie kein eigenes Bett hat. Der Bauer scheint Bärbel mehr zu mögen als Hannelore, da sie ihm das gibt, was er will, nämlich Alkohol.

Schlüsselwörter

schulzen kichernde hanne neckt spottet kanne gegenüber steht

Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
mag sie sich brüsten
Bildsprache
Komm ich mit lallendem Munde
Hyperbel
Wie knapp auch immer sie geht
Ironie
Sie nähm ich, wenn sie das Bette Auch unterm Leibe nicht hätte!
Kontrast
Mir lob ich Bärbel die runde!
Metapher
Neckt nur und spottet der Kanne
Personifikation
Des Schulzen kichernde Hanne