Der Traum der Magd

Christian Morgenstern

1871

Am Morgen spricht die Magd ganz wild: “Ich hab heut nacht ein Kind gestillt -

ein Kind mit einem Käs als Kopf - und einem Horn am Hinterkopf!

Das Horn, o denkt euch, war aus Salz und ging zu essen, und dann -”

“Halt′s - halt′s Maul!” so spricht die Frau, “und geh an deinen Dienst, Zä-zi-li-e!”

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Interpretation

Das Gedicht "Der Traum der Magd" von Christian Morgenstern handelt von einem Traum, den eine Magd am Morgen erzählt. Sie träumte, sie hätte ein Kind gestillt, das einen Käse als Kopf und ein Horn am Hinterkopf hatte. Das Horn war aus Salz und ging zu essen. Die Frau, bei der die Magd arbeitet, unterbricht sie jedoch barsch und befiehlt ihr, sich wieder ihrer Arbeit zu widmen. Die Interpretation des Gedichts legt nahe, dass es sich um eine Kritik an der Unterdrückung und Ausbeutung von Dienstboten handelt. Die Magd wird von der Frau nicht ernst genommen und ihr Traum wird als irrelevant abgetan. Die Frau zeigt kein Interesse an den Gedanken und Gefühlen der Magd und fordert sie auf, sich wieder ihrer Arbeit zu widmen. Das Gedicht kann auch als eine Metapher für die Unterdrückung von Frauen im Allgemeinen interpretiert werden. Die Magd wird von der Frau, die selbst eine Frau ist, nicht ernst genommen und ihre Träume und Wünsche werden als unwichtig abgetan. Die Frau repräsentiert die patriarchalische Gesellschaft, die Frauen unterdrückt und ihnen keine Stimme gibt.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Anapher
Am Morgen spricht die Magd ganz wild: 'Ich hab heut nacht ein Kind gestillt - ein Kind mit einem Käs als Kopf - und einem Horn am Hinterkopf!'
Hyperbel
ein Kind mit einem Käs als Kopf - und einem Horn am Hinterkopf!
Ironie
Halt′s - halt′s Maul!' so spricht die Frau, 'und geh an deinen Dienst, Zä-zi-li-e!'
Metapher
ein Kind mit einem Käs als Kopf
Personifikation
Das Horn, o denkt euch, war aus Salz und ging zu essen