Der träumende See
unknownDer See ruht tief im blauen Traum von Wasserblumen zugedeckt. Ihr Vöglein hoch im Fichtenbaum, Dass ihr mir nicht den Schläfer weckt!
Doch leise weht das Schilf und wiegt Das Haupt mit leichtem Sinn, Ein blauer Falter aber fliegt Darüber einsam hin.
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Interpretation
Das Gedicht "Der träumende See" von Julius Mosen zeichnet ein idyllisches Bild eines stillen Sees, der tief in einem blauen Traum ruht und von Wasserblumen bedeckt ist. Die Szenerie wird durch den Appell an die Vögel im Fichtenbaum, den Schläfer nicht zu wecken, noch verträumter gestaltet. Der See scheint in einen tiefen Schlaf versunken zu sein, der durch äußere Einflüsse nicht gestört werden soll. Die zweite Strophe bringt eine leichte Bewegung in die ansonsten statische Szene. Das Schilf wiegt sich sanft im Wind und verleiht der Naturkulisse eine lebendige Note. Ein blauer Falter fliegt einsam über den See hinweg, was die Einsamkeit und Stille der Umgebung unterstreicht. Diese Elemente vermitteln ein Gefühl von Ruhe und Gelassenheit. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine friedvolle und harmonische Atmosphäre, in der die Natur in einem Zustand des sanften Schlafs verweilt. Die sorgfältige Beschreibung der Details und die Verwendung von Farben wie Blau verstärken die traumhafte Qualität der Szene. Mosen schafft es, den Leser in eine Welt der Stille und Schönheit zu entführen, in der die Zeit stillzustehen scheint.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- blauer Falter
- Apostroph
- Ihr Vöglein hoch im Fichtenbaum, Dass ihr mir nicht den Schläfer weckt!
- Bildsprache
- von Wasserblumen zugedeckt
- Kontrast
- Doch leise weht das Schilf und wiegt
- Metapher
- blauer Traum
- Personifikation
- Der See ruht tief im blauen Traum
- Symbolik
- blauer Falter
- Vergleich
- wiegt Das Haupt mit leichtem Sinn