Der Tod und das Mädchen
1815Das Mädchen: Vorüber! Ach, vorüber! Geh, wilder Knochenmann! Ich bin noch jung, geh Lieber! Und rühre mich nicht an.
Der Tod: Gib deine Hand, du schön und zart Gebild! Bin Freund, und komme nicht, zu strafen. Sei gutes Muts! ich bin nicht wild, Sollst sanft in meinen Armen schlafen!
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Interpretation
Das Gedicht "Der Tod und das Mädchen" von Matthias Claudius thematisiert die Begegnung zwischen einem jungen Mädchen und dem Tod. In dieser Auseinandersetzung werden die Ängste und die Unsicherheit des Mädchens gegenüber dem Tod deutlich. Es versucht, den Tod abzuwehren und betont seine Jugend und Unerfahrenheit. Der Tod hingegen tritt als freundliche Gestalt auf, die das Mädchen beruhigen und trösten möchte. Er verspricht, sanft und nicht wild zu sein, und bietet ihr einen friedlichen Schlaf in seinen Armen an. Das Mädchen zeigt in seiner Reaktion auf den Tod eine typische menschliche Angst vor dem Unbekannten und dem Ende des Lebens. Es versucht, den Tod abzuwehren und weist ihn zurück, da es noch jung und unerfahren ist. Der Tod hingegen tritt als tröstende Figur auf, die dem Mädchen die Angst vor dem Unbekannten nehmen möchte. Er verspricht, sanft und nicht wild zu sein, und bietet dem Mädchen einen friedlichen Schlaf in seinen Armen an. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Botschaft der Trost und Hoffnung im Angesicht des Todes. Es zeigt, dass der Tod nicht als etwas Furchterregendes und Bedrohliches gesehen werden sollte, sondern als ein natürlicher Teil des Lebens. Der Tod wird als Freund dargestellt, der uns sanft in einen ewigen Schlaf führt und uns von unseren Ängsten befreit.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- schön und zart Gebild
- Anapher
- Vorüber! Ach, vorüber!
- Bildsprache
- Sollst sanft in meinen Armen schlafen!
- Kontrast
- Ich bin noch jung, geh Lieber!
- Metapher
- Geh, wilder Knochenmann!
- Personifikation
- Bin Freund, und komme nicht, zu strafen.