Der Sturm
1914Im Windbrand steht die Welt. Die Städte knistern. Halloh, der Sturm, der große Sturm ist da. Ein kleines Mädchen fliegt von den Geschwistern. Ein junges Auto flieht nach Ithaka.
Ein Weg hat seine Richtung ganz verloren. Die Sterne sind dem Himmel ausgekratzt. Ein Irrenhäusler wird zu früh geboren. In San Franzisko ist der Mond geplatzt.
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Interpretation
Das Gedicht "Der Sturm" von Alfred Lichtenstein beschreibt eine chaotische und zerstörerische Szenerie, in der die Welt von einem gewaltigen Sturm heimgesucht wird. Die Städte knistern, ein kleines Mädchen wird von seinen Geschwistern getrennt, und ein Auto flieht in Panik. Die Richtung des Weges ist verloren, die Sterne sind aus dem Himmel verschwunden, und ein Irrenhäusler wird zu früh geboren. Selbst der Mond in San Franzisko ist geplatzt. Die Bilder des Gedichts sind surreal und verstörend. Sie vermitteln ein Gefühl von Desorientierung und Verlust der Kontrolle. Der Sturm scheint alles zu zerstören, was vertraut und geordnet ist. Die Welt wird auf den Kopf gestellt, und die Normalität ist nicht mehr vorhanden. Das Gedicht kann als Metapher für die Turbulenzen und Umbrüche der modernen Welt interpretiert werden. Der Sturm symbolisiert die schnellen Veränderungen und die Unsicherheit, die mit dem Fortschritt einhergehen. Die Zerstörung der vertrauten Ordnung und die Desorientierung der Menschen spiegeln die Herausforderungen wider, denen sich die Gesellschaft gegenübersieht.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Metapher
- In San Franzisko ist der Mond geplatzt
- Personifikation
- Die Städte knistern