Der Spiegel
1758Ja Doris, du bist mir zu schön! Hier! willst du dich im Spiegel sehn? Da sieh! und sag mir ob ich wohl Dich sehn, und dich nicht lieben soll?
Doch Doris, nein: du bist zu schön! In Spiegel darfst du selten sehn: Vielleicht möchtst du zu meiner Pein, Ein weiblicher Narcissus seyn!
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Interpretation
Das Gedicht "Der Spiegel" von Christian Felix Weiße handelt von der Schönheit der Frau namens Doris. Der Sprecher bemerkt, dass Doris zu schön für ihn ist und fragt sich, ob er sie im Spiegel sehen und sich trotzdem nicht in sie verlieben soll. Er ist offensichtlich von ihrer Schönheit überwältigt und unsicher, wie er damit umgehen soll. In den folgenden Zeilen warnt der Sprecher Doris davor, zu oft in den Spiegel zu schauen. Er befürchtet, dass sie dadurch zu einem weiblichen Narziss werden könnte, der sich nur noch selbst bewundert und die Welt um sich herum vernachlässigt. Der Sprecher scheint besorgt zu sein, dass Doris' Schönheit sie von anderen Menschen isolieren könnte und sie letztendlich unglücklich machen würde. Das Gedicht vermittelt die Botschaft, dass Schönheit sowohl ein Segen als auch ein Fluch sein kann. Während Doris' Schönheit den Sprecher in ihren Bann zieht, befürchtet er auch, dass sie zu ihrem eigenen Untergang führen könnte, wenn sie sich zu sehr in sich selbst verliebt. Das Gedicht regt zum Nachdenken über die Natur der Schönheit und ihre Auswirkungen auf das menschliche Verhalten an.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- Ja Doris, du bist mir zu schön! Hier! willst du dich im Spiegel sehn?
- Kontrast
- Doch Doris, nein: du bist zu schön! In Spiegel darfst du selten sehn:
- Metapher
- Ein weiblicher Narcissus seyn
- Rhetorische Frage
- Da sieh! und sag mir ob ich wohl dich sehn, und dich nicht lieben soll?